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Periodical volume

Full text: Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf Issue 7.2014=2014,2

Gesund aufwachsen in

Modellvorhaben Präventionskette

NEWSLETTER  ·  Ausgabe 2· 2014

	 Editorial
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am 31.12.2014 endet nach etwas mehr als vier Jahren das Modellvorhaben „Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf“ bzw. das Folgeprojekt „Gesund durch’s Leben in Marzahn-Hellersdorf“. Nicht aber enden die Prozesse zum Auf- und Ausbau der MarzahnHellersdorfer Präventionskette, denn gemeinsam mit vielen Akteurinnen und Akteuren konnten nachhaltige Strukturen und Produkte erarbeitet werden. Über diese wurde in den letzten vier Jahren immer wieder ausführlich berichtet. Mit einer letzten Veranstaltung am 17. November feierten wir mit ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Abschluss mit schönen Bildern, die verdeutlichten was eine Präventionskette ausmacht. Wir von Gesundheit Berlin-Brandenburg möchten auch auf diesem Weg noch einmal allen Partnerinnen und Partnern unseren herzlichen Dank aussprechen, dass wir den Bezirk eine Zeit lang begleiten durften. Wir sind beeindruckt von dem hohen Engagement und der ausgeprägten Fachlichkeit, mit der sich die unterschiedlichen Bereiche dem Leben in Wohlergehen in Marzahn-Hellersdorf widmen. Die Herausforderungen sind und bleiben hoch und wir kommen zum Ergebnis: gemeinsame Lösungen sind die besseren Lösungen. Wir sind gespannt, ob es im nächsten Jahr gelingt den Ausbau der Marzahn-Hellersdorf Präventionskette auch weiterhin bereichs­ übergreifend zu koordinieren. Hierzu werden sich die Bereiche Gesundheit und Jugend in den nächsten Wochen austauschen. Mit dem letzten Newsletter des Modellvorhabens wünschen wir Ihnen allen einen schönen und friedlichen Wechsel ins neue Jahr. Herzlichst Andrea Möllmann-Bardak

n	 In dieser Ausgabe...
Rückblick auf die Abschlussveranstaltung............................ 2 Handbuch „Auf- und Ausbau der Marzahn-Hellersdorfer Präventionskette“...................................... 4 Willkommen und Orientierung in der Oberschule: der Elternkompass...... 4 Ausblick. .................................................... 6 .

Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf – Modellvorhaben Präventionskette

Rückblick auf die Abschlussveranstaltung des Modellvorhabens
sich unter Berücksichtigung ihres fachlichen Hintergrundes den verschiedenen Phasen und den zugehörigen Übergängen zuzuordnen. Aus diesen Gruppierungen wurden Murmelgruppen gebildet, die gemeinsam diskutierten, an welchen Punkten nun weitergearbeitet werden müsse und wie die politische Unterstützung aussehen solle. Die Ergebnisse wurden schriftlich festgehalten. Nach einer Pause mit einem Imbiss erläuterte Prof. Dr. Raimund Geene, Professor für kindliche Entwicklung und Gesundheit an der Hochschule Magdeburg-Stendal, in seinem Vortrag die Bedeutung von Präventionsketten im Hinblick auf frühe Gesundheitsförderung unter Beachtung der Übergänge zwischen den verschiedenen Lebensphasen. Abschließend griff Andrea Möllmann-Bardak in einer Abschlussrunde die Ergebnisse der Murmelgruppen auf und diskutierte diese gemeinsam mit Dagmar Pohle, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales Marzahn-Hellersdorf, Juliane Witt, Bezirksstadträtin für Jugend und Familie, Weiterbildung und Kultur, sowie Prof. Dr. Raimund Geene. Mit dem Blick auf die Fortsetzung der Marzahn-Hellersdorfer Präventionskette wurde hierbei die Bedeutung der stetigen Wertschätzung von Fachkräften und Angeboten, der Aufrechterhaltung des Verständnisses der Präventionskette und ihrer bewussten Umsetzung im täglichen Arbeiten sowie einer regelmäßigen kritischen Evaluation betont. Simon Wallraf, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Mit einer letzten Veranstaltung wurde am 17. November 2014 an der Alice-Salomon-Hochschule feierlich auf vier Jahre „Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf – Modellvorhaben Präventionskette“ gemeinsam mit allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren zurückgeblickt. Dazu wurde ein Veranstaltungskonzept gewählt, das fachlichen Input mit Schauspiel und Interaktivität kombinierte. Prof. Dr. Uwe Bettig, Rektor der Alice-SalomonHochschule, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dagmar Pohle, Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales, sprach anschließend allen Beteiligten ihr Dankeschön aus und würdigte die gute Zusammenarbeit während des Auf- und Ausbaus der bezirklichen Präventionskette. Im Anschluss blickte Andrea Möllmann-Bardak, stellvertretende Geschäftsführerin von Gesundheit Berlin-Brandenburg und Projektleiterin des Modellvorhabens, in ihrem Beitrag auf vier Jahre Modellvorhaben zurück, zog ein positives Resümee der Arbeit im Bezirk und fasste zusammen, was gemeinsam erreicht wurde. Der folgende interaktive Teil der Veranstaltung wurde durch Andreas Gerts, Gesundheit Berlin-Brandenburg, moderiert und bildete die Präventionskette aus Sicht der Familien ab, zeigte die Vielzahl der Produkte im Bezirk auf und veranschaulichte die Komplexität der Präventionskette. Hierzu stellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V und dem Bezirksamt MarzahnHellersdorf verschiedene Familienformen schauspielerisch dar. Als „Bühne“ diente hier-

für ein Pfad quer durch das Audimax der Alice Salomon Hochschule, der die Phase rund um die Geburt, Kita, Grundschule, Oberschule bis hin zum Einstieg in den Beruf oder die Ausbildung sowie die entsprechenden Übergänge umfasste. Gesäumt wurde der Pfad durch bunte Heliumballons, welche die phasenspezifischen Einrichtungen, Angebote und Produkte aus dem Bezirk, also die Bausteine der Präventionskette, darstellten. Im Gespräch mit Andreas Gerts äußerten die „Familien“ ihre jeweiligen Bedürfnisse und beschrieben ihre positiven Erfahrungen mit der Präventionskette in den verschiedenen Lebensphasen. Anschließend wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung gebeten,

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Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf – Modellvorhaben Präventionskette

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Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf – Modellvorhaben Präventionskette

Erschienen: Handbuch „Auf- und Ausbau der Marzahn-Hellersdorfer Präventionskette“
Mit dem Abschluss des Modellvorhabens erscheint das Handbuch „Auf- und Ausbau der Marzahn-Hellersdorfer Präventionskette“, welches während der Projektlaufzeit gemeinsam mit Akteurinnen aus den Bereichen Gesundheit und Jugend aus dem Bezirk erarbeitet wurde. Das Handbuch basiert unter anderem auf den Erfahrungen und Erkenntnissen, die während des Aufbaus der Präventionskette in MarzahnHellersdorf gesammelt wurden. Auf dieser Grundlage bietet es einen ausführlichen Überblick über die Voraussetzungen, Chancen und Herausforderung, die im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Präventionskette stehen, und offeriert zudem verschiedene Hilfeketten fungieren und als konkrete Arbeitshilfe genutzt werden können. Aus diesem Grund ist es als flexibler Ordner gestaltet, der neben dem fachlichen Input auch Anhänge zu den verschiedenen Umsetzungsschritten der Präventionskette enthält, die nach Belieben und Bedarf entnommen und verwendet werden können. Zusätzlich zur Printversion ist das Handbuch „Auf- und Ausbau der Marzahn-Hellersdorfer Präventionskette“ online abrufbar unter: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/ berlin/gesund-aufwachsen-in-marzahnhellersdorf

stellungen zu Bausteinen, Strukturentwicklung und Prozessgestaltung. Das Handbuch soll als unterstützendes Instrument beim Auf- und Ausbau von Präventions-

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Willkommen und Orientierung in der Oberschule
Der „Elternkompass“ ist nun an drei Oberschulen umgesetzt
jeder Oberschule in Marzahn-Hellersdorf zur eigenen „Visitenkarte“ der Willkommenskultur in der Schule werden, der Eltern bei dem Übergang begleitet und zugleich die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule fördert Im November wurde der Elternkompass beim Bezirkselternausschuss den Elternvertreterinnen und -vertretern in Marzahn-Hellersdorf vorgestellt. Dabei haben die Vertreterinnen und Vertreter das Produkt begrüßt und wertvolle Anregungen zu den Inhalten gegeben. Zudem wurden Möglichkeiten diskutiert, wie der Elternkompass als Arbeitsmittel für die Gestaltung von Elternabenden in der Schule zur Anwendung kommen kann, bei denen die Eltern viel Möglichkeit zum Austausch untereinander erhalten.1 Eltern stärken bei „komm auf tour“ Einen weiteren „Auftritt“ hatte der Elternkompass beim Elternabend von „komm auf tour“. Der Parcours wurde auch in diesem Jahr wieder erfolgreich mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern für viele Schulen in Marzahn-Hellersdorf im Freizeitforum Marzahn umgesetzt. Beim Elternabend konnten sich Eltern über die Angebote des Sozialraumes informieren und waren eingeladen, sich am „Elternstärkenbaum“ zu beteiligen und den Elternkompass kennenlernen. Zusammenarbeit mit konkretem Ziel Unter der Berücksichtigung der positiven Rückmeldungen sollte der Elternkompass gute Chancen haben, sich auch an anderen Schulen im Bezirk zu etablieren. Die Arbeit am Elternkompass zeigte erneut auf, wie produktorientiertes Arbeiten einen guten und handfesten Anlass für Zusammenarbeit schaffen kann: Die Verbindung zwischen den verschiedenen beteiligten Akteurinnen und Akteuren aus Schule, Gesundheitsförderung, Berufsorientierung, soziokultureller und Beratungsinfrastruktur und den Eltern konnte angestoßen und/oder gestärkt werden. Eine große Herausforderung ist die Verstetigung des Produktes und die Entwicklung guter und praktikabler Arbeitsabläufe und Verantwortlichkeiten. Eine erste strukturelle Verankerung ist damit gelungen, dass im System der Regionalen Fortbildung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend, Wissenschaft (www.fortbildung-regional.de) seit dem Sommer eine Multiplikatorinnenstelle „Übergänge gestalten“ eingerichtet werden konnte. Christine Fleischer, Lehrerin am Wilhelm-von-Siemens-Gymnasium, ist damit betraut, Schulen für das Thema zu sensibilisieren, Fortbildungen zu koordinieren und gute Ansätze zu verbreiten. Eine sehr gute Basis, um auch für das künftige Projekt des Netzwerkfonds „Übergänge gut gestalten – gesunde Zukunftsperspektiven unterstützen“ gemeinsam Impulse setzen zu können. Hier wird Gesundheit Berlin-Brandenburg in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit den beteiligten Partnerinnen und Partnern in MarzahnHellersdorf den Prozess der gelingenden Gestaltung des Übergangs von der Kita zur Grundschule sowie von der Grundschule zur Oberschule koordinieren. Der Elternkompass wird dabei sicherlich eine tragende Rolle spielen. Ruta Bagotyriute & Dagmar Lettner, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Wie ein roter Faden ziehen sich die Themen „Elternkompetenzen stärken“ und „Übergänge positiv gestalten“ durch das Modellvorhaben. Der Elternkompass – Willkommenspaket und mitwachsender Info-Ordner für Eltern im Übergang Grundschule-Oberschule – leistet einen wichtigen Beitrag dazu. Bislang wurde der Elternkompass den Eltern der 7. Klässler an drei kooperierenden Oberschulen überreicht – der Caspar-David-Friedrich-Schule, dem Wilhelm-vonSiemens-Gymnasium und der Kerschensteiner Integrierten Sekundarschule. Bis die fertigen Ordner den Eltern übergeben werden konnten, waren nicht nur die Kooperationspartner (Schulen, ABU gGmbH, das Jugendund Gesundheitsamt, die entsprechenden Einrichtungen des Sozialraums) beteiligt, ihre Texte zu entwickeln und abzustimmen. Es musste auch kopiert, gelocht, eingeheftet werden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Partnerinnen und Partner und auch die Schülerinnen und Schüler, die sich an dem „Packen“ der Elternkompasse aktiv beteiligten. Verbreitung erwünscht! Die Resonanz der beteiligten Schulleitungen war sehr positiv, nicht zuletzt dadurch, dass der Elternkompass die Möglichkeit der Gestaltung eines ganz individuellen Paketes für die einzelne Schule bietet. Für die Verbreitung des Materials als Download wird ein universelleres pdf entwickelt, dessen Inhalte und Gestaltung an die Wünsche der jeweiligen Schule anpasst werden können. So kann der Elternkompass in

1 Literaturhinweis: Johannes Schopp, Eltern Stärken, Dialogische Elternseminare, Ein Leitfaden für die Praxis, Opladen 2006

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Ausblick
Das Modellvorhaben endet – und Gesundheit Berlin-Brandenburg bleibt weiter im Bezirk. Am 1.1.2015 startet das Projekt „Übergänge gut gestalten – gesunde Zukunftsperspektiven schaffen“ mit einer zweijährigen Laufzeit. Beteiligt sind die Bezirke Neukölln und MarzahnHellersdorf und der Fokus liegt auf den Übergängen „Kita-Grundschule“ (in Marzahn-Hellersdorf zusätzlich noch auf dem Übergang „Grundschule-Oberschule“). Ziel ist es, die Übergänge für Familien gelingend zu gestalten und gute Ansätze zu verbreiten. Vielleicht einmalig ist dabei die strategische Zusammenarbeit zwischen zwei Bezirken. Gefördert wird das Projekt über den Wettbewerb des Netzwerkfonds der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und das Aktionsprogramm Gesundheit der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

Impressum „Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf – Modellvorhaben Präventionskette“ und das Folgeprojekt „Gesund durch‘s Leben in Marzahn-Hellersdorf“ Modellvorhaben innerhalb der Berliner Initiative Aktionsräumeplus. Dieser Newsletter wird herausgegeben von: Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V. Friedrichstraße 231 · 10969 Berlin Tel.: (030) 44 31 90 60 · Fax: (030) 44 31 90 63 Redaktion und Kontakt: Projektleitung (verantwortlich): Andrea Möllmann-Bardak moellmann-bardak@gesundheitbb.de, (V.i.S.d.P.). Tel.: (030) 44 31 90 67 Öffentlichkeitsarbeit: Jennifer Dirks, dirks@gesundheitbb.de Tel.: (030) 44 31 90 77 Ansprechpartnerinnen für die Phase Rund um die Geburt: Danielle Dobberstein dobberstein@gesundheitbb.de Lisa Rösch roesch@gesundheitbb.de Tel.: (030) 44 31 90 71 Ansprechpartnerinnen für die Phase Kita/Grundschule: Maren Janella janella@gesundheitbb.de Tel.: (030) 44 31 90 76, Ansprechpartnerin für die Phase Jugendliche: Dagmar Lettner lettner@gesundheitbb.de Tel.: (030) 44 31 90 982 Bildnachweise: Alle Fotos von Gesundheit Berlin-Brandenburg, außer S. 5 Ina Göllmann

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