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Periodical volume

Full text: Fachbrief Geschichte, Sozialkunde, Politikwissenschaft, Politische Bildung, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaft Issue 20.2014

Oktober 2014

Fachbrief Nr. 20
Geschichte, Sozialkunde, Politikwissenschaft
Politische Bildung, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften

Themenschwerpunkte: Beispielaufgabe Zentralabitur Geschichte Globales Lernen

Die Fachverantwortlichen werden gebeten, den Fachbrief den unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen. Zeitgleich wird er unter http://bildungsserver.berlinbrandenburg.de/fachbriefe_bln.html ins Netz gestellt.
Ihr Ansprechpartner in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft: Reinhold Reitschuster reinhold.reitschuster@senbjw.berlin.de Ihr Ansprechpartner in der Abt. I des LISUM: Christoph Hamann christoph.hamann@lisum.berlin-brandenburg.de Redaktion: Katja Leveling katja.leveling@senbjw.berlin.de

Fachbrief Nr. 20 Geschichte, Sozialkunde, Politische Bildung, Politikwissenschaft, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Oktober 2014

einer der beiden Schwerpunkte dieses Fachbriefs erläutert auf vielfachen Wunsch die Aufgabenart „Darstellen historischer Sachverhalte in Form einer historischen Argumentation“, eine der drei Aufgabenarten, die in der ersten zentralen Abiturprüfung im Fach Geschichte zur Auswahl stehen. Daneben möchte ich auf die bereits seit vielen Jahrenden bestehende Kooperation zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und der „Engagement Global gGmbH“, ehemals Deutscher Entwicklungsdienst (DED), aufmerksam machen mit ihrem vielfältigen Fortbildungsprogramm im Bereich des Globalen Lernens. Weiterhin finden Sie im Fachbrief mehrere aktuelle Angebote, die für Ihre Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern hilfreich sein können. Mit freundlichen Grüßen

Reinhold Reitschuster

Inhalt: 1 „Darstellen historischer Sachverhalte in Form einer historischen Argumentation“ – ein Aufgabenformat der EPA Geschichte (2005) ................................................................................... 3 1.1 Erläuterungen zu den Bestimmungen der EPA ........................................................................ 3 1.2 Beispielaufgabe.......................................................................................................................... 4 1.3 Erwartungshorizont ................................................................................................................... 5 1.4 Lösungsskizze für eine gute Bearbeitung (keine antizipierten Schülerformulierungen): ........ 6 2 Kooperation zwischen „Engagement Global gGmbH“ und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft im „Bildung trifft Entwicklung -Schulprogramm Berlin“ ....... 8 2.1 Fortbildungsangebote des Schulprogramms Berlin für das Schuljahr 2014/2015 .................. 9 2.2 Angebotsbeschreibungen .......................................................................................................... 9 3 Allgemeine Angebote und Informationen .............................................................................. 12

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„Darstellen historischer Sachverhalte in Form einer historischen Argumentation“ – ein Aufgabenformat der EPA Geschichte (2005) Erläuterungen zu den Bestimmungen der EPA

1.1

Im ersten Zentralabitur für das Fach Geschichte im Schuljahr 2014/15 können alle drei der in der Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Geschichte (EPA i. d. F. vom 10.2.2005) aufgeführten Aufgabenformate gewählt werden: das „Interpretieren von Quellen“, das „Erörtern von Erklärungen historischer Sachverhalte aus Darstellungen“ und das „Darstellen historischer Sachverhalte in Form einer historischen Argumentation“. Während die Formate „Interpretieren“ und „Erörtern“ bereits gängige Praxis in der Klausuren der Gymnasialen Oberstufe sind, wird das dritte Format, das „Darstellen“, bislang eher selten als Aufgabenform gewählt. In der EPA Geschichte ist beispielhaft eine Aufgabenstellung sowie ein Erwartungshorizont zum Aufgabenformat Darstellen veröffentlicht (EPA Geschichte, Kap. 1.2.5, S. 49–51). Es ist nun zu vermuten, dass der Praxis der eher seltenen Wahl dieser Aufgabenform die gleichen Ursachen zugrunde liegen wie die in den Reaktionen auf die im Fachbrief Nr. 15 (März 2013). Die dort veröffentlichten Beispielaufgaben zum Format Darstellen wurden eher mit Ablehnung aufgenommen. Dies scheint seine Ursache in der Skepsis gegenüber dem Format als solchem zu haben. Es scheinen daher klärende Erläuterungen hilfreich: a) Darstellungen – Einladung zur reinen Wiedergabe von auswendig Gelerntem?

Ein nicht selten kolportiertes Missverständnis besagt, das Aufgabenformat Darstellungen lade die Prüflinge zu einer rein reproduktiven, weitgehend im Anforderungsbereich I verbleibenden Arbeit ein. Dass dies an der tatsächlichen Intention des Aufgabenformats vorbeigeht, können folgende Bestimmungen der EPA deutlich machen (EPA, S. 18f.; Hervorhebungen durch den Verf.): Darstellen historischer Sachverhalte in Form einer historischen Argumentation Bei dieser Aufgabenart werden von den Prüflingen historische Ereignisse, Prozesse oder Zustände themenbezogen ausgewählt und zu einer eigenen historischen Darstellung verbunden. Die Ausführungen sind - in der Regel durch die Aufgabenstellung - räumlich wie zeitlich begrenzt und auf ein historisches Problem oder eine These bezogen. Die Prüflinge ziehen historische Sachverhalte aufgabenbezogen heran, entfalten, reflektieren, bewerten und verknüpfen sie zu einer schlüssigen Argumentation. Dabei finden und erläutern sie kausale, strukturelle oder zeitliche Zusammenhänge und kommen zu einer begründeten Stellungnahme zum Problem bzw. zur These. Es muss nachvollziehbar sein, warum die Prüflinge gerade diese historischen Sachverhalte in die eigene Darstellung einbezogen und in der gewählten Weise miteinander verknüpft haben. Unklare Verläufe und Zustände sind zurückhaltend zu rekonstruieren und offene Fragen als solche zu kennzeichnen. Alternativen zur historischen Entwicklung können dargestellt werden. Die Prüflinge sind in der Lage, nur solche historische Sachverhalte auszuwählen, die tatsächlich zur Aufgabenlösung beitragen. Das rein additive Aufreihen von Wissensmengen, so umfangreich und sachlich genau diese auch sein mögen, wird dem Anspruch an eine Geschichtsdarstellung nicht gerecht. Das bedeutet, dass ein bloßes Nennen von auswendig gelernten, von unverbunden bleibenden Einzelfakten den Anforderungen nicht gerecht wird. Vielmehr bemisst sich die Qualität der Prüfungsarbeit vor allem daran, wie passgenau zur Fragestellung die ausgewählten Fakten sind, und mit welcher analytischen Tiefe daraus Argumente gebildet und gegeneinander abgewogen werden. 3

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Spätestens hier zeigt sich, dass die Darstellung in Form einer historischen Argumentation keine grundsätzlich anderen Anforderungen an die Prüflinge stellt als die anderen beiden, bekannteren Formate; hier wie dort müssen die Prüflinge Problemstellungen erfassen, historische Kenntnisse darauf anwenden, zu Argumenten verknüpfen und zu einem eigenständigen Urteil zu der in der Themenstellung aufgeworfenen Frage kommen. Der Unterschied besteht in einer größeren (nicht zwangsläufig völligen, s. u.) Ungebundenheit an andere Texte, auf die in der Bearbeitung Bezug zu nehmen ist: sei es auf einen Auszug aus einer Quelle oder einer historischen Darstellung. Diese Ungebundenheit stellt aber nicht etwa eine geringere Anforderung an die Prüflinge dar: Sie müssen selbständig die der Fragestellung innewohnenden Probleme und Sachbezüge erkennen und in ihrer Argumentation entwickeln. In ihrem Schwierigkeitsgrad ist die Anforderung des Aufgabenformats „Darstellen in einer historischen Argumentation“ somit den beiden anderen Aufgabenformaten „Interpretieren“ und „Erörtern“ (mindestens) gleichwertig. b) Darstellungen – immer ganz materialungebunden?

Auch hier sei zunächst wieder auf die EPA Geschichte verwiesen: Diese Aufgabenart erfordert in der Regel keine Materialgrundlage. Ihre Lösung kann aber durch Erläuterungen oder kurze Auszüge aus Darstellungen oder Quellen unterstützt werden. Entscheidend ist hier - auch als Abgrenzung zu den Materialgrundlagen der beiden anderen Formate - die Formulierung, dass bei der Darstellung die Lösung durch das Material unterstützt werden soll. Damit unterscheidet sich die Funktion der Materialgrundlage bei den Darstellungen von deren Funktion bei der Interpretation (Material: Quelle/n) und bei der Erörterung (Darstellung/en): Hier ist die Materialgrundlage Teil des Problems, das gelöst werden soll; das Material steht im Mittelpunkt der Aufgabenbewältigung. Daraus ist zu folgern: Das Material, das der Darstellungsaufgabe beigefügt ist, sollte möglichst wenig Verständnisschwierigkeiten bergen und die Aufgabenstellung der Themafrage mit einigen Aspekten veranschaulichen, mithin einen oder mehrere Denkanstöße liefern, wie die Frage beantwortet werden könnte. Das Material kann zum Beispiel eine These enthalten und/oder Informationen liefern, die die Lösung der Aufgabe unterstützen. Es sollte zudem nicht umfangreich sein. In der Korrektur ist nicht der Hauptakzent auf die Auseinandersetzung mit dem Material zu legen. Nicht erwartet werden sollte zum Beispiel eine ausführliche Quellenanalyse, wie sie bei der Aufgabenart „Interpretieren von Quellen“ sachgerecht wäre.

1.2

Beispielaufgabe Die Schreckensherrschaft – ein notwendiges Übel zur Verteidigung der Französischen Revolution gegen innere und äußere Feinde? (GE 2) Bearbeitungszeit incl. Auswahlzeit: 210 Minuten Setzen Sie sich in einer historischen Argumentation mit der im Thema aufgeworfenen Frage auseinander, indem Sie - unter Bezugnahme auf das nachfolgende Zitat den Verlauf der Französischen Revolution bis zum Ende der Schreckensherrschaft aufzeigen und erläutern sowie - unter Rückgriff auf Ihre Kenntnisse die Leitfrage diskutieren und auf diese Weise zu einem begründeten Urteil gelangen.

Thema: Aufgabe:

Der Historiker Albert Soboul (1914–1982) schrieb über die Schreckensherrschaft: 4

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„Die Schreckensherrschaft war also im wesentlichen ein Instrument zur Verteidigung der Nation und der Revolution gegen die Rebellen und Verräter. Wie auch der Bürgerkrieg insgesamt, von dem er nur eine Erscheinungsform ist, schloß der Terror die aristokratischen Elemente […] aus der Nation aus. Er übertrug den Regierungsausschüssen die Zwangsgewalt [Hervorhebung d. Verf.], die es ihnen ermöglichte, die Autorität des Staates wieder aufzurichten und allen die Ordnung des Staatswohls aufzuzwingen. […] Insbesondere ermöglichte der Terror die Durchführung der Zwangswirtschaft1, die für die Kriegsanstrengungen und die Rettung der Nation notwendig war. In diesem Sinne trug die Schreckensherrschaft zum Sieg bei.“ Albert Soboul: Die Große Französische Revolution. Ein Abriss ihrer Geschichte (1789–1799), Frankfurt a. M. 1973 (frz. Originalausgabe Paris 1962), S. 353. (Die Rechtschreibung wurde nicht verändert.)
1

Zwangswirtschaft: Gemeint ist insbesondere die Festsetzung einer Obergrenze (Maximum) für Preise und Löhne.

1.3

Erwartungshorizont Anforderungen an die Prüflinge

Anforderungsbereiche

Sach- bzw. ProblemerDie Prüflinge schließung (überwiegend - erfassen die Aussagen des Historikers Sobouls, demzufolge die AFB I) Schreckensherrschaft notwendig war, um die Nation, das Gemeinwohl und die Errungenschaften der Revolution gegen innere und äußere Feinde zu verteidigen. - geben historische Kenntnisse zu Ereignissen, Strukturen und Prozessen aufgabenbezogen und unter Verwendung der Fachsprache wieder, dabei weisen sie Sachkenntnisse zentraler Aspekte der Französischen Revolution nach, sofern sie für die im Thema aufgeworfene Frage relevant sind: • Motive und Elemente der revolutionären Neuordnung(en) • Motivation und Organisation der Widerstände gegen die revolutionäre Neuordnung(en) im In- und Ausland • Maßnahmen der Schreckensherrschaft zum Machterhalt des revolutionären Regimes. Sach- bzw. Problemana- Die Prüflinge lyse (überwiegend AFB - strukturieren ihre Darstellung im Sinne einer historischen II) Argumentation unter klarer Bezugnahme auf die Leitfrage, - wählen dazu auf der Basis ihrer Kenntnisse selbstständig historische Ereignisse, Prozesse und Strukturen aus, die in ihrer Darstellung sinnvoll geordnet und gewichtet werden, - verwenden ihre Kenntnisse zur Erläuterung des Verlaufs der Französischen Revolution (siehe AFB I), - stellen Zusammenhänge (etwa: zeitlich, strukturell, kausal, ...) zwischen Sachverhalten schlüssig und nachvollziehbar her, - beziehen das Material methodisch sinnvoll in ihre Argumentation ein (z. B. durch Bezugnahme auf die darin genannten Herausforderungen der Revolution und mögliche Rechtfertigungen der Schreckensherrschaft). Urteil (überwiegend AFB Die Prüflinge 5

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diskutieren die Leitfrage und formulieren ein begründetes Urteil, indem sie etwa • bedenken, welche mittelbaren und unmittelbaren Folgen ein Sieg der Konterrevolution für welche Gruppen der Bevölkerung gehabt hätte (Siegerjustiz; Gegenterror gegen Revolutionäre; Wiederherstellung der alten Ordnung mit ihren sozialen und politischen Ungerechtigkeiten) • in ihr Urteil einfließen lassen, in welchem Maß die Revolutionäre einerseits oder die emigrierten Aristokraten im Verbund mit den Monarchien Europas andererseits die Hauptverantwortung für die Eskalation der innen- wie außenpolitischen Gewalt tragen. reflektieren die Perspektivität zeitgenössischer Sichtweisen und Handlungsspielräume konkreter historischer Akteure (z. B. Robespierres).

1.4

Lösungsskizze für eine gute Bearbeitung (keine antizipierten Schülerformulierungen):

1. Erfassen der Thesen Sobouls: Die Schreckensherrschaft sei in der konkreten Situation der nicht nur innen, sondern durch die Revolutionskriege besonders akute außenpolitische Bedrohung der revolutionären Errungenschaften notwendig gewesen. Nur durch sie seien Elemente der revolutionären Politik durchsetzbar gewesen, die nach außen zur militärischen Verteidigung der Nation im Sinne der Integrität des französischen Staatsgebietes wie nach innen zur Verteidigung der Nation im Sinne der revolutionären Neuordnung jenseits der Ständegesellschaft unverzichtbar waren. 2. Erfassen der Problemstellung: Das Problem, das mit dieser Themafrage aufgeworfen ist, ist folgendes Dilemma: Einerseits bedeutete die Schreckensherrschaft nach den Maßstäben des heutigen Rechtsstaates schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen und Brüche der demokratischen Spielregeln, da Menschen zu Tausenden willkürlich verhaftet und hingerichtet wurden, Grundfreiheiten wie die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt wurden und der demokratische Willensbildungsprozess außer Kraft gesetzt war. Andererseits handelten die Akteure in einer Situation, in der sie persönlich und das politische Werk, für das sie standen, existentiell bedroht waren. Die Mittel mögen brutal gewesen sein, aber der Zweck rechtfertigt sie unter Umständen; Gewalt kann in gewissen historischen Momenten das letzte, aber legitime Mittel der Wahl sein. Zu prüfen ist nun, ob ein solcher Zweck in der Situation der Jahre 1793-94 vorlag. 3. (Die eigene Position des Prüflings kann hier vorangestellt werden oder sich als Fazit aus der folgenden Untersuchung am Ende ergeben). Für eine Darstellung, die letztlich zu der Auffassung kommt, die Schreckensherrschaft sei nicht notwendig zur Verteidigung der Revolution gewesen, könnten etwa folgende Aspekte besonders akzentuiert werden: Zuspitzung des Konfliktes mit den europäischen Monarchien erst nach der Hinrichtung Ludwigs; wesentliche Ziele der Revolution (Rechtsgleichheit, Aufhebung der politischen und wirtschaftlichen Sonderrechte der ersten beiden Stände, Verfassung, konstitutionell gezügelte Monarchie) waren vor dieser Radikalisierung bereits erreicht und wurden im Gegenteil erst durch die von den Akteuren der Schreckensherrschaft vorangetriebenen Ereignissen des Jahres 1792 gefährdet; die Preisproblematik hat sich ebenfalls erst kriegsbedingt besonders zugespitzt. Zuvor waren in der ersten, bürgerlichen Phase der Revolution bereits Reformen erfolgt, die auf eine Linderung der sozialen Probleme der ärmeren Bevölkerung zielten; die Entwicklung von der Nationalversammlung bis zum Wohl6

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fahrtsausschuss ist als politischer Machtkampf zu schildern, in dem mit einer gewissen Eigendynamik immer mehr politische Gruppierungen ausgeschlossen werden, unabhängig von realen oder vermeintlichen inneren und äußeren Bedrohungen der Revolution als Ganzer. Für eine Darstellung, die letztlich zu der Auffassung kommt, die Schreckensherrschaft sei notwendig zur Verteidigung der Revolution gewesen, könnten etwa folgende Aspekte besonders akzentuiert werden: Die Revolution hatte 1791 nur die bürgerlichen Teilziele erreicht; zentrale soziale Forderungen, wie sie in den doleances zum Ausdruck gekommen waren, blieben unerfüllt, insbesondere blieb der Lebensstandard der städtischen Unterschichten durch die hohen Brotpreise prekär; 1792 drohte die Revolution zu kippen: der Monarch stand mit der Opposition im Ausland in Kontakt, der dort durch emigrierte Adelige und europäische Monarchien organisierte militärische Widerstand stellte eine massive Bedrohung sämtlicher revolutionärer Errungenschaften dar. Im Falle eine Sieges der monarchistischen Truppen hätte Paris ein Blutvergießen gedroht (s. „Manifest des Herzogs von Braunschweig“), das den Verbrechen der Schreckensherrschaft kaum nachgestanden hätte; die innen- wie außenpolitische Situation der Jahre 1793-94 ließ geordnete demokratische Prozesse nicht zu; es musste eine Art Notstandsverfassung greifen, wie sie auch andere, demokratische Verfassungen gerade in Kriegszeiten kennen. 4. Abschließende Zusammenfassung der Hauptargumente; eventuelle weitere Überlegungen, die über den Zeitraum der Jahre 1789–1794 hinausgreifen (z. B. Beurteilung der eingesetzten Mittel zur Durchsetzung von politischen Zielen ohne diese wiederum selbst zu bewerten. Reflektion der eigenen Standortgebundenheit und der Problematik, von heute aus das hitzige und damals unüberschaubare Geflecht der Tagespolitik zu bewerten).

•

Überlegung zur Einübung des Formats mit Schülern in der Kursoberstufe

Aus dem Vorangegangenen dürfte deutlich geworden sein, dass das Aufgabenformat bezüglich der Selbständigkeit der Prüflinge hohe Anforderungen stellt. Es ist, wie die anderen beiden Formate auch, systematisch einzuüben. Als ein Zwischenschritt, der auch bei der Bearbeitung von Erörterungs-Aufgaben hilfreich sein könnte, bietet sich die formale Analyse von Darstellungen an: Wie hat der Autor seine Argumentation aufgebaut? (Entwickelt er eine These, stellt er sie an den Anfang, nennt er sie etwa gar nicht explizit?) Welche historischen Sachverhalte hat er dazu herangezogen bzw. besonders stark gewichtet? (und wichtiger: Welche hat er weggelassen?) Woraus entspringt die Überzeugungskraft seiner Darstellung? (Oder warum mangelt es ihr daran?) • Hinweise o Der Fachbrief Nr. 6 Geschichte, Sozialkunde, Politikwissenschaft

Der Fachbrief vom Januar 2007 widmete sich dem Schwerpunkt „Neue Aufgabenformate im Abitur für das Fach Geschichte“. Dort sind drei Beispielaufgaben veröffentlicht, darunter auch das Aufgabenformat „Darstellen historischer Sachverhalte in Form einer historischen Argumentation“ (vgl. http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fachbriefe_geschichte.html, S. 3-7). o Schulbuch

Das Unterrichtswerk Buchners Kolleg Geschichte 11/12. Ausgabe Brandenburg, hrsg. von Maximilian Lanzinner, Bamberg 2012, bietet für den Unterricht den Methodenbaustein „Einen Essay 7

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verfassen“ (S. 355). Dort werden Hinweise für die Gliederung und die Überarbeitung eines Essays gegeben. Außerdem wird beispielhaft für Schülerinnen und Schüler der Essay „Vorreiter der Moderne“ des Historikers Dan Diner analysiert (S. 356f.). o Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Sozialkunde/Politik (2005)

Die einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Sozialkunde/Politik (i. d. Fassung vom 17.11.2005) sieht in ihren verschiedenen Aufgabenarten eine Aufgabenform vor, die Ähnlichkeiten mit dem Darstellen aus der EPA Geschichte aufweist. Die „materialungebundene Argumentation sieht Folgendes vor: „Darstellung und Analyse eines Sachverhaltes sowie eine Entwicklung einer begründeten Argumentation zu einer politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen Problemstellung bzw. eine gestalterische Auseinandersetzung. Diese Aufgabenart erfordert in der Regel keine Materialgrundlage. Die Bearbeitung kann aber durch Erläuterungen oder kurze Auszüge aus Materialien unterstützt werden.“ (EPA Sozialkunde/Politik, S. 20) Aufgabenbeispiele für das Format „Materialungebundene Argumentation“ finden sich in der EPA Sozialkunde/Politik auf den Seiten 53–57 sowie 91–96

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Kooperation zwischen „Engagement Global gGmbH“ und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft im „Bildung trifft Entwicklung Schulprogramm Berlin“

Bereits seit über zwei Jahrzehnten besteht die Kooperation zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) bzw. seit dem Jahr 2012 mit „Engagement Global, Service für Entwicklungsinitiativen“, in die ein Teil des DED übergegangen ist. Entstanden ist das Programm ursprünglich aus der Idee, die Erfahrungen ehemaliger Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer aus ihren Einsätzen in Asien, Afrika und Lateinamerika für die Bildungsarbeit in Deutschland zu nutzen. Aus erster Hand berichten diese Fachkräfte, wie Entwicklungszusammenarbeit konkret aussieht, über ihre persönlichen interkulturellen Erfahrungen und das Leben im jeweiligen Partnerland. Seit 2003 gibt es das Programm bundesweit unter dem Namen „Bildung trifft Entwicklung“. Es wurde ausgeweitet auf alle Zurückgekehrten aus Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, aus entwicklungspolitischen Freiwilligendiensten und auch auf Menschen aus Ländern des globalen Südens. Die Veranstaltungen orientieren sich an den Lebenswelten der Teilnehmenden und zeigen auf, wie diese auf vielen verschiedenen Ebenen mit anderen Regionen der Welt in Verbindung stehen. Sie stellen eine Verbindung vom Weltgeschehen zum eigenen Leben her und zeigen Möglichkeiten auf, sich selbst aktiv für eine gerechtere Welt einzusetzen. Die Angebote richten sich an alle Schulstufen und Schularten. Das Schulprogramm hat eigene Veranstaltungsräume und kann als außerschulischer Lernort besucht werden. Angeboten werden darüber hinaus Fortbildungen zum großen Bereich des Globalen Lernens und inhaltliche und methodische Anregungen für den Unterricht. Auch Beratungen im Rahmen von Fachkonferenzen und zu Studientagen werden angeboten. Kontakt: Mechthild Lensing ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH / Bildung trifft Entwicklung Trautenaustraße 5, 10717 Berlin Telefon +49 30 25 46 45 78 mechthild.lensing@engagementglobal.de http://www.bildung-trifftentwick8

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lung.de/bte/content/view/60/73/

2.1

Fortbildungsangebote des Schulprogramms Berlin für das Schuljahr 2014/2015

Schulinterne Fortbildungen und Fachkonferenzen mit Terminen nach Absprache sprechen Sie bitte direkt mit den Mitarbeitern des Schulprogramms ab, für Seminare mit festem Termin tragen Sie sich bitte online ein unter www.fortbildung-regional.de oder wenden Sie sich an die regionalen Fortbildungskoordinatoren. Nr. 1 2 3 4 Titel der Veranstaltung Fachkonferenz Globalisierung gestalten Veranstaltungsnummer: 14.2-335 Außerschulische Partner für Globales Lernen Veranstaltungsnummer: 14.2-341 Kinder dieser Welt – Globales Lernen im Sachunterricht Veranstaltungsnummer: 14.2-334 Lebensweisen und Werte anderswo – Was geht uns das an? Veranstaltungsnummer: 14.2-338 „Eine Welt der Vielfalt“ – ein Diversity-Trainingsprogramm Veranstaltungsnummer: 14.2-339 Einführung in das Diversity-Trainingsprogramm „Eine Welt der Vielfalt“ Veranstaltungsnummer: 14.2-336 Korruption als zentrales Entwicklungshindernis Veranstaltungsnummer: 14.2-332 Korruption in Deutschland und der EU Veranstaltungsnummer: 14.2-333 Früchte der Tropen – Kooperationsveranstaltung zum Globalen Lernen Veranstaltungsnummer: 14.2-589 Datum Termine nach Absprache Termine nach Absprache Termine nach Absprache Termine nach Absprache

5 6

Termine nach Absprache Termine nach Absprache

7 8

Termine nach Absprache Termine nach Absprache

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11.12.2014 14:30 – 17:30 Uhr

2.2

Angebotsbeschreibungen Fachkonferenz Globalisierung gestalten

Das Angebot bietet Hilfestellung, das weite Gebiet der Globalisierung für den Unterricht aufzubereiten. Die Bedeutung von Nachhaltigkeit in diesem Rahmen, Nord-Süd-Beziehungen, Fairer Handel, Menschenrechte, Tourismus, Welthandel sind einige der Themen, zu denen aktuelle Unterrichtsmaterialien und Medien vorgestellt werden können. Übungen zur Kompetenzent9

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wicklung durch Perspektivenwechsel und zum Umgang mit Komplexität werden vorgestellt. Möglichkeiten, Referenten/-innen in den Unterricht einzubeziehen, werden aufgezeigt. Zielgruppe Leitung Ort und Zeit Meldung Fachkonferenz der Sekundarstufe, 7. bis 13. Klasse Mechthild Lensing, NN (Referentin des Schulprogramms) nach Vereinbarung beim Schulprogramm Berlin

Außerschulische Partner für Globales Lernen Sie suchen schnell und unkompliziert Unterstützung für Themen wie Weltwirtschaft, Fairer Handel, Kinderrechte, Werte und Normen im Vergleich, nachhaltiger Tourismus, städtische Entwicklung, Wasser, Ernährung und vieles mehr? Wir bieten Ihnen Referent/-innen, Unterrichtsmaterial, nützliche Internet-Adressen und methodische Zugänge zum Globalen Lernen. In Fachkonferenzen oder an einem Studientag stellen wir Ihnen unsere Angebote und die anderer außerschulischer Organisationen vor. Zielgruppe Leitung Ort und Zeit Meldung Lehrer/-innen und Erzieher/-innen einer Schule, max. 30 Teilnehmende Mechthild Lensing, Anne Kathrin Bruch, NN (Bildungsreferentin des Schulprogramms Berlin) nach Vereinbarung beim Schulprogramm Berlin oder beim EPIZ: bruch@epiz-berlin.de

Kinder dieser Welt – Globales Lernen im Sachunterricht Wer gehört zur Familie? Welche Aufgaben haben Mädchen, und Jungen? Was bedeutet Kinderarbeit und was haben wir damit zu tun? Womit spielen Kinder anderswo? Es geht darum, wie weltweite Strukturen altersangemessen und lebendig vermittelt werden können. Wir geben Anregungen für Unterrichtsmaterialien, Medien und Unterstützung durch Referent/-innen. Zielgruppe Leitung Ort und Zeit Meldung Lehrer/-innen und Erzieher/-innen einer Grundschule, max. 22 Teilnehmende Mechthild Lensing, NN (Bildungsreferentin des Schulprogramms Berlin) nach Vereinbarung beim Schulprogramm Berlin

Lebensweisen und Werte anderswo – Was geht uns das an? Jugendliche in afrikanischen, lateinamerikanischen und asiatischen Ländern – mit welchen Werten und Normen wachsen sie auf? Was heißt Verantwortung in ihren Gesellschaften? Wie sieht ihr Rollenverständnis aus? Welche Initiationsriten und Tabus lernen sie kennen? Und ist das alles wirklich ganz anders als bei uns? Welchen Einfluss hat unsere Lebensweise auf ihren Alltag? Es werden Methoden wie Perspektivwechsel, Unterrichtsmaterialien, Medien und Unterstützung durch Referent/-innen vorgestellt. Zielgruppe Leitung Ort und Zeit Meldung Lehrer/-innen der SEK I, max. 22 Teilnehmende Mechthild Lensing, NN (Bildungsreferentin des Schulprogramms Berlin) nach Vereinbarung beim Schulprogramm Berlin 10

Fachbrief Nr. 20 Geschichte, Sozialkunde, Politische Bildung, Politikwissenschaft, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften Studientag: „Eine Welt der Vielfalt“ – ein Diversity-Trainingsprogramm

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„Eine Welt der Vielfalt“ ist ein erfahrungs- und praxisorientiertes Trainingsprogramm, das für Vielfalt unter uns sensibilisiert. Individuelle und gesellschaftliche Ausgrenzung werden bewusst gemacht und bearbeitet. Das Trainingsprogramm dient auch dazu, dass die Klasse zusammenwächst und besser miteinander umgeht. Es werden Übungen durchgeführt, die für die Arbeit mit Schüler/-innen geeignet sind. Für das Programm gibt es ein Praxishandbuch. Zielgruppe Leitung Ort und Zeit Meldung Lehrer/-innen und Erzieher/-innen einer Schule, max. 22 Teilnehmende Mechthild Lensing nach Vereinbarung beim Schulprogramm Berlin

Einführung in das Diversity-Trainingsprogramm „Eine Welt der Vielfalt“ Sprachliche und interkulturelle Heterogenität ist an Berliner Schulen Realität. „Eine Welt der Vielfalt“ ist ein erfahrungs- und praxisorientiertes Trainingsprogramm, das für interkulturelle Prozesse sensibilisiert. Kulturelle Vielfalt wird als Bereicherung aber auch als Herausforderung im Umgang mit Vorurteilen, Klischees und Diskriminierung thematisiert. Es werden Übungen vorgestellt, die sich für die Arbeit mit Schüler/-innen eignen. Zielgruppe Leitung Ort und Zeit Meldung Lehrer/-innen und Erzieher/-innen einer Schule, max. 22 Teilnehmende Mechthild Lensing nach Vereinbarung beim Schulprogramm Berlin

Korruption als zentrales Entwicklungshindernis Warum geht es trotz einer Billion Dollar Entwicklungsgelder heute vielen Afrikanern schlechter als nach der Entlassung aus der Kolonialherrschaft? Warum sind auch in Ländern, die über reiche Bodenschätze verfügen, so viele Menschen arm? Das zentrale Entwicklungshindernis ist die Korruption. Erfolgreiche Versuche zu ihrer Bekämpfung wird Herr Dr. Bach von Transparency International, der weltweit wichtigsten Antikorruptionsorganisation, vorstellen. Der Referent kommt auch in Ihren Unterricht! Zielgruppe Leitung Ort und Zeit Meldung Fachkonferenz der Sekundarstufen, 9. bis 13. Klasse, max. 22 TN Mechthild Lensing, Dr. Uwe Bach nach Absprache in Ihrer Schule oder beim Schulprogramm Berlin beim Schulprogramm Berlin

Korruption in Deutschland und der EU Korruption ist so vielfältig, wie es die Länder sind. Auch in der EU sind die Auswirkungen gravierend. Herr Dr. Bach von Transparency International wird über Ausmaß, Ursachen, Auswirkungen und Bekämpfung der Korruption berichten. Warum warnen italienische Staatsanwälte, Deutschland sei ein Paradies für Geldwäscher? Warum behaupten Griechen, auch Deutschland sei ein korruptes Land? Der Referent und Mitglieder der Projektgruppe Schule von Transparency kommen auch in Ihren Unterricht. Zielgruppe Leitung Fachkonferenz der Sekundarstufen, 9. bis 13. Klasse, max. 22 TN Mechthild Lensing, Dr. Uwe Bach 11

Fachbrief Nr. 20 Geschichte, Sozialkunde, Politische Bildung, Politikwissenschaft, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften Ort und Zeit Meldung

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nach Absprache in Ihrer Schule oder beim Schulprogramm Berlin beim Schulprogramm Berlin

Früchte der Tropen – Kooperationsveranstaltung zum Globalen Lernen Wir bieten Ihnen Exkursionen von einer Doppelstunde bis zu fünf Tagen rund um Banane, Kakao, Kaffee, Gewürze und Baumwolle, sowohl botanisch als auch global. Der Botanische Garten führt in die Welt der Nutzpflanzen ein. EPIZ und ENGAGEMENT GLOBAL stellen den globalen Zusammenhang her. Teilnehmende werden mit ihren Klassen bei der Terminvergabe besonders berücksichtigt. Zielgruppe Leitung Ort und Zeit Meldung Lehrkräfte aller Schulstufen, 5. bis 10. Klasse (max. 25 Teilnehmende) Elke Anders, Gesche Hohlstein, Mechthild Lensing, Anne-Kathrin Bruch Botanikschule, Unter den Eichen 5, 12203 Berlin-Steglitz, 11.12.2014, 14:30 – 17:30 Uhr unter www.fortbildung-regional.de bis zum 30.11.2014

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Allgemeine Angebote und Informationen
• Aktion Schulstunde – „Anders als du denkst“

In den vergangenen Jahren haben Sie uns dankenswerterweise darin unterstützt, auf die „Aktion Schulstunde“ - 2012 zur ARD-Themenwoche „Leben mit dem Tod" und 2013 „Zum Glück" aufmerksam zu machen. Beide Angebote sind auf eine sehr große Resonanz gestoßen. Beide wurden ausgezeichnet mit dem Deutschen Bildungsmedienpreis Digita. Der Erfolg hat uns darin bestärkt, auch für die diesjährige ARD-Themenwoche „Anders als du denkst" (15. bis 21. November) ein Angebot zum Thema TOLERANZ: ICH, DU, WIR für den Unterricht (schwerpunktmäßig für die Klasse 3 bis 6) auszuarbeiten und Klassen dazu einzuladen, sich mit den Themen „Jeder ist anders", „Abenteuer Vielfalt" und „Einer für alle, alle für einen" zu beschäftigen. Das Angebot ist jetzt online und wird weiter wachsen. Unterrichtsmaterialien, Filme und zahlreiche Projektideen sind unter www.rbb-online.de/schulstunde-toleranz abrufbar. Durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eignet sich das Material auch für den inklusiven Unterricht. So können Sachtexte ab dem 25. August auch erstmals als Hörbeitrag aufgerufen werden. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich für zukünftige Infobriefe zur „Aktion Schulstunde” hier anmelden: info@schulstunde-ard-themenwoche.de Kontakt: Pia Stein - Projektleitung Aktion Schulstunde Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) info@schulstunde-ardthemenwoche.de

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Datenreport 2014 der Stiftung Weltbevölkerung

Wie bereits in den vergangenen Jahren, wird der aktuelle Datenreport 2014 der Stiftung Weltbevölkerung angeboten. Er ist die wichtigste und beliebteste Publikation der Stiftung und bei Schülern, Lehrern und Studenten sehr gefragt, da er gut für den Geographie- bzw. PolitikUnterricht geeignet ist.Der Report liefert neueste demografische, sozioökonomische und Gesundheitsdaten für alle Länder und Regionen der Welt: von den aktuellen und prognostizierten Bevölkerungszahlen über die Lebenserwartung bis hin zum CO2-Ausstoß. Der Report zeigt 12

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auch, wie hoch das Bruttonationaleinkommen einzelner Länder ist und wie stark sie von Migration betroffen sind. Schwerpunkt des redaktionellen Teils sind die erlangten Fortschritte bei der menschlichen Entwicklung. Der Report steht unter www.weltbevoelkerung.de/datenreport kostenlos zum Download bereit. Kontakt: Anke Wendler Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsche Stiftung Weltbevölkerung Göttinger Chaussee 115 | 30459 Hannover Telefon: 0511 94373-32 | Fax: 0511 94373-73 E-Mail: anke.wendler@dsw.org Internet: www.weltbevoelkerung.de

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Preis für demokratische Schulentwicklung „DemokratieErleben“

Die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik schreibt neu und aktuell einen Preis für demokratische Schulentwicklung "DemokratieErleben" aus. Der Preis ist auf der Seite www.DemokratieErleben.de online zu finden. Der Preis „DemokratieErleben - Preis für demokratische Schulentwicklung" zeichnet Schulen aus, die Kinder und Jugendliche besonders darin fördern, aktiv und verantwortlich die Demokratie mitzugestalten. Von der Grund- und Förderschule bis zur berufsbildenden Schule sowohl in staatlicher als auch in freier Trägerschaft ist jede Schule zur Teilnahme an diesem Wettbewerb eingeladen. Der Bewerbungszeitraum beginnt am 25. August 2014 und endet am 31. Dezember 2014. Der Preis steht für Wertschätzung, Verantwortungsübernahme, Partizipation sowie demokratische Lern- und Schulkultur und richtet sich gegen jegliche Form von Diskriminierung sowie Demokratie- und Menschenrechtsfeindlichkeit. Er orientiert sich an den Qualitätsstandards: Partizipation, Inklusion und anerkennendem Umgang mit Vielfalt, die in schulspezifischen Konzepten, Aktivitäten und Initiativen in möglichst vielen der acht Entwicklungsbereiche umgesetzt werden sollen. Kontakt: Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. Chausseestr. 29 10115 Berlin E-Mail: info@degede.de Telefon: +49 30 28045134 Mobil: +49 170 4947603 Fax: +49 30 61203772

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