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6. Frida Schlecht (Nr. 100 meiner Akten)

Full text: Zehn Lebensläufe Berliner Kontrollmädchen / Hammer, Wilhelm

68 Großstadt-Dokumente Vd. 23. Berliner Kontrollmädchen.

schlagen. Er hat die Faust genommen, auf den Sofa mir gelegt und mindestens eine Viertelstunde auf den Kopf mir gehauen."

Dann ging Frida wieder fort.

Sie hatte nun mit Männern zu tun, die sie nur ihrem Verbrechernamen nach kennt:

„Frankfurter Lude."

„General."

„Suppler."

„Streichler."

„Magiarenfritze."

Frankfurter Lude ging betteln in einem östlichen Vororte. Dabei hieß er Frida, auf ihn vor einer Kaschemme zu warten. Er ging dann mit ihr in die Kaschemme und von dort aus den 23oben. Dort fand der Verkehr statt. Der General hat auch mit ihr verkehrt. Als der Frankfurter Lude fortgegangen war, da kam ein Herr und nahm sie wieder in die Kaschemme. Der General war in der Kaschemme und nahm das Mädchen mit auf das Klosett. „Mit dem wollte ich nicht. Ich hab ja mal was gesagt. Aber danach haben sie gar nicht gefragt. Sie ziehn einen ja doch?

3n diesem Tone erzählte sie ihre Erlebnisse weiter.

Ein andermal stahl sie 75 Mark. „EineFreundin, ein Schulmädchen, die hatte eine Stelle gehabt. Da bin ich mitgegangen. Die wußte auch, daß ich nie zu Hause war. Die Leute haben Mitleid gehabt. Da bin ich zwei Nächte dageblieben. Es war in einer Mädchenkneipe. Die Freundin war da zum Abwäschen. Da habe ich mitgeholfen abwaschen und alles. Da habe ich 75 Mark aus dem Wäscheschrank in der Stube gestohlen."

Die Nacht daraus hat sie sich mit Suppler ab-
        
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