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6. Frida Schlecht (Nr. 100 meiner Akten)

Full text: Zehn Lebensläufe Berliner Kontrollmädchen / Hammer, Wilhelm

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Mutter verwaltete ein Haus." Was gab die Ihnen? „Brot." Wo waren Sie die Nacht? „Entweder auf den Treppen oder mit den Herrn mitgenommen." Wo haben Sie denn, als sie von Hause weggegangen waren, geschlafen, bevor Sie mit Herren verkehrten? „Bin aus den Boden gegangen überall."

Nachdem sie sich drei Tage aus den Straßen herumgetrieben hatte, ging sie frühmorgens 6 Uhr im Westen Berlins.

Von ihrem ersten Verkehr sagt sie aus: „Gr hat mir gleich genommen und aus Treppe gelegt." „Er hat nichts bezahlt." „Gesagt habe ich es niemand." Wie ist denn die Sache rausgekommen? „Da hat mir einen Sonntag mal ein Herr rangekriecht in der L.stratze. Der Freund meines Vaters hat uns gesehen. Da haben wir ... Da ist der Freund zu Vater gegangen; daß er mir mit einem Herrn gesehen hatte."

Regelmäßig auf den Strich gegangen ist Frida seit zweieinhalb Monaten, „direkt so gegangen."

Einmal erhielt sie zwei Mark; mehr nicht. „Seitdem habe ich gar nichts bekommen."

Mit wem haben Sie denn verkehrt?

„Das sind bekannte Herren gewesen."

Was für Herren?

„Das sind ja keine Herren mehr." „Auf eine Kaschemme." „Ich war da mitgegangen in eine Kaschemme. Da haben sie mir alle zu essen gegeben." Von der Kaschemme aus wurde sie durch die Polizei wieder nach Hause gebracht. Sie blieb eine Nacht zu Hause und ging dann wieder fort. Warum?

„Ich Konnte nicht zu Hause bleiben."

Wieso?

„Vater hat mich getreten und mit der Faust ge-
        
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