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3. Christine Leichtfuß (Nr. 9 meiner Akten)

Full text: Zehn Lebensläufe Berliner Kontrollmädchen / Hammer, Wilhelm

32 Großstadt-Dokumente 23b. 23. Berliner Kontrollmädchen.

Wein: Der Herr kann bestellen, was er will. Er bekommt stets dieselbe Flasche. Preise und Etiketten wechseln.

Lhristine verdiente 30 Pfennige bis 16 Mark täglich. In einer Kneipe war sie acht Monate. Die Frau war früher selbst Kellnerin gewesen.

1. Regel: kurz vor der Einsegnung.

1. Verkehr: kurz vor dem 16. Lebensjahr.

„Den Mann möchte ich nicht angeben. Er ist der Besitzer einer Instrumentenhandlung. Wenn ich rauskomme, möchte ich wieder in die Straße in Dienst, wo der Mann wohnt." Sie zürnen sich jetzt, weil Lhristine eifersüchtig war. Hatte er nicht auch Grund zur Eifersucht? „Das ist ja mein Geschäft." Sonst verkehrte sie als Kellnerin „mit Herren, die sie so kennen lernte". Sie wurde schwanger, wie sie angibt, von einem Farmer aus Johannesburg, der jetzt nach Kanada zog. „Ich sollte rüber kommen," der Vormund, ein Rechtsanwalt, erlaubte es nicht, verbot Lhristine, als Kellnerin zu gehen.

(Offenbar handelt es sich um einen Besucher der Kneipe, der das Mädchen in jeder Beziehung zum Narren hielt.)

Krankheiten: als Kind gesund.

Mit 15 Iahren 1. Syphiliskur.

Mit 16 Iahren 2. Syphiliskur. („Mutter sagte, ich solle ins Krankenhaus gehen.")

Mit l?Iahren: Totgeburt im siebenten Monat. Acht Tage nach der Geburt kam Lhristine aus dem Gebär-haus heraus; sie wohnte bei der Mutter und ging abermals als Kellnerin im Norden Berlins. Sie wechselte die Stelle und ging in eine Damenkneipe schräg gegenüber; sie zog die Kundschaft mit. Da zeigte sie ihr früherer Wirt, dem sie die Kundschaft
        
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