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1. Anna Schlaff (Nr. 104 meiner Akten)

Full text: Zehn Lebensläufe Berliner Kontrollmädchen / Hammer, Wilhelm

Anna Schlaff.	7

Villa wo der Herrn Baron v. T. dises nur für Kranke zur Erholung eingerichtet hat, da war ich 5 Monat. Von da aus ging ich mit der Baroneffin v. T. nach M. (Schweizer Stadt); da hilten wir uns 2 Monatte auf, und meine Arbeit war die, ich hals der Baroness an Ihrer Ausstattung, erhilt von Ihr als Geschenk 70 Mark diese Arbeit war nicht mein Gewerbe sondern ich mutzte mit als Begleiterin. Dann reisten wir nach L. (europäische Weltstadt) in dem Waisen-hausz K., denn Baronessin besuchte die armen Kinder, auch Sonntagsschulen, Kinderschulen, und Jungfrauen Vereine, von da aus reisten wir nach 8 Wochen wieder nach und blieb dann da bis zu meinem 26 Jahr. Da ging ich aus Wunsch meiner Schwester nach Berlin um Sie zu pflegen, daß war im November. Ich blieb bei der Schwester bis zum 15 Zannuar, dann kam ich in das Hottel . . . . (ersten Ranges) als Weitzzeugbeschlieserin, erhielt Monatlich 30 Mark. da war ich bis zum 1 Juni. Dann blieb ich bei der Schwester bis zum 15 Juni in zwischen lernte ich einen Herrn Kennen, der mietete mir ein Zimmer in I. (einem westlichen Berliner Vorort), er zalte für mich den Tag 8 Marck da war ich 4 Wochen da verschwand er plötzlich, dann ging ich nach Berlin zurück da lernte ich in dem Theather einen Freiherrn v. H. kennen, der logierte nur in den Hottels, da brachte ich in diesem Treiben des Lebens 14 Tage zu, dann verkehrte ich mit einem Herrn v. G. mit dem reiste ich nach F. (einer rheinischen Großstadt), kam am 4. September rettur; mithete mir ein Zimmer wo ich täglich 6,50 zahlen mußte, da war ich bis zum 30 September, den Abend wurde ich doch von der Sitten Polezei mitgenommen und kam nach Froebel daß war der Schluß meines verganges Lebens.
        
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