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IV. Die schwarze Bande

Full text: Berliner Schwindel / Werthauer, Johannes

58 Großstadt-Dokumente Bd. 21. Berliner Schwindel.

Bezüglich unserer Zahlungsfähigkeit beziehen wir uns aus das Auskunftsbureau ,Lredit-Reform Knause & (£o.‘, dem unsere Geschäftsbücher und Verträge vorgelegen haben."

Als am folgenden Tage Munster telegraphierte, er wolle doch nur unter Nachnahme senden, einigte man sich telegraphisch dahin, daß er die Hälfte des Betrages durch Nachnahme erhebe.

r) Der Geslügelzuchtverein zu Gollop erhielt eine Bestellung aus 15 Schock frische Trinkeier, täglich mindestens 500 Stück in einer Kiste zu senden, während

s) bei der Dampfmolkerei Groß-Hohenhain e. G. m. u. H. drei Tonnen Butter wöchentlich abgerufen wurden.

In diesem Briefe wurde erwähnt, daß die Firma eigentlich bisher nur Räucherwaren und daneben noch Fischmarinaden vertrieben habe, wahrscheinlich, weil Herr Hufnagel meinte, daß die Molkerei sich unter dem letzteren Vertriebe etwas besonders Großartiges vorstellen würde, dagegen wolle man sich jetzt auch mehr noch auf Butter und Käse werfen, und wurde deshalb bei der Molkerei eine Tonne oder ein Kübel Butter und zwei Kisten Eier, ä Kiste 1000 Stück, täglich abzusenden, bestellt.

Als die Lhefs nunmehr das Geschäftslokal verließen, begleiteten sie Grünzweig, der ihnen die neue Filiale in der Pallisadenstraße Nr. 120, welche er gemietet hatte, zeigen wollte.

Sie war in einem Neubau belegen.

Die Rohbauabnahme hatte stattgefunden, der innere Ausputz war vollendet und, wie der Polier sagte, war „jeden Tag" die definitive Gebrauchsabnahme zu erwarten.

Das Haus hatte in der Mitte eine Haustür, zu welcher einige Stufen emporführten, am linken Ende aber außerdem einen großen Torweg zum Ein- und
        
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