Path:
IV. Die schwarze Bande

Full text: Berliner Schwindel / Werthauer, Johannes

IV. Die schwarze Bande.

57

o) Bei der Dampfmolkerei in Deutsch-Altkirch wurde angefragt, ob zwei bis drei Tonnen Butter wöchentlich abgegeben werden könnten.

p) Bei dem Aartoffelhändler Goldstein in Schwerin wurde um wöchentlich 3V2 Mispel Kartoffeln angefragt, während bei dem Kartoffelhändler Knaps in Wismar nur eine einmalige Bestellung von 36 Zentnern ausgegeben wurde.

p) Der Postmeister Munster in Schloppe, welcher eine größere AcKerwirtschast unterhält, hatte gleichfalls Kartoffeln annonciert; es war aber zu besorgen, daß er bei Lieferung Sicherheit wegen der Bezahlung verlange. Dem Brief an diesen gab Hufnagel unter besonderer Anstrengung seiner Denkkrast folgende verbindliche Wendung:

„Wir find bereit, Ihre annoncierte Ware zu besichtigen. Unser Herr Gelbstock ist bereits in Posen und wird deshalb in den nächsten Tagen auch Sie aussuchen.

Wir können aber nur bestellen, wenn Sie zehn bis zwölf Waggons liefern können.

Wir brauchen die Kartoffeln sofort, und da unser Herr Gelbstock morgen noch nicht dort sein kann, müssen wir um Zusendung eines Probewaggons ersuchen.

Wir kaufen unsere Kartoffeln nur gegen Kasse. Wir sind bereit, Kaution durch Sicherheit bei unserem Bankkonto oder dem Ihren zu stellen; aber wir können nicht etwa eine Nachnahme einlösen, da wir auf die größte Sicherheit im Interesse unserer Kundschaft hinsichtlich der Güte unserer Ware Bedacht nehmen müssen.

Der Probewaggon muß deshalb ohne Nachnahme sofort hierher gesendet werden.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.