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IV. Die schwarze Bande

Full text: Berliner Schwindel / Werthauer, Johannes

54 Großstadt-Dokumente Bd. 21. Berliner Schwindel.

Sekretär Hufnagel, unter Benutzung des für die Dümmsten bestimmten Bogens:

„Wir haben besondere Beziehungen zu den erstklassigen hiesigen Traiteuren und Restaurateuren und betreiben deshalb seit Jahren als Spezialität den Aufkauf des Ergebnisses größerer Jagden herrschaftlicher Güter. Sie wollen deshalb, wenn Ihnen daran gelegen ist, mit einer leistungsfähigen Firma in Verbindung zu treten, stets telegraphisch uns anzeigen, wieviel Stück Sie zum Versand bringen. Wir können dann innerhalb vier Stunden ein Quantum bis zu tausend Stück jeder Sorte sofort unterbringen.

Die Regulierung erfolgt stets ant Monatsende des auf die Lieferung folgenden Monats, da wir in gleicher Weise mit allen unsern Abnehmern abrechnen.

Die Überweisung selbst erfolgt nach Ihrer Wahl durch unser Girokonto bei der Reichsbank oder unser Konto bei der Nationenbank.

Da jedoch unsere Filialen mit diesem Zitogeschäft nichts zu tun haben, so muß stets bei allen Eingängen vermerkt werden, daß es sich um unsere Zentrale, Landsbergerstraße 320, handelt.

Wir machen Ihnen demgemäß die Offerte, daß wir von jetzt ab für das laufende und die zwei nächstfolgenden Iagdjahre Ihren gesamten Abschuß übernehmen, und zwar zu den jeweiligen Berliner Markt-Tages-Preisen."

Hochachtungsvoll

Da inzwischen auch die übrigen Provinzen mit den nötigen Rotstiftnotizen in den einzelnen Provinzialblättern von Luxi versehen waren, so bestellte an diesem Tage Herr Hufnagel unter Benutzung der diversen Briefbogen noch folgende Lebensrnittel:
        
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