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IV. Die schwarze Bande

Full text: Berliner Schwindel / Werthauer, Johannes

IV. Die schwarze Bande.

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Seniorches bei den anderen errungen hatte, sie mit einem roten Strich vorzunotieren beschloß.

Demnächst wurde in der Nordseezeitung das Inserat der X-Havener Fischerei Kill & Tamm, welche Nordseekrabben bei Entnahme von mindestens 100 Dosen in fortlaufender Bestellung offerierte, angestrichen.

In der Nähe davon war das große Etablissement der Norddeutschen Fischerei-Aktiengesellschaft gelegen, welche Austern, Hummern und Seefische in tadelloser Qualität, Austern, aber nur bei täglichem Versand und gegen Nachnahme, anbot.

Sehr viel bescheidener klang das auch aus dieser Zeitung noch vorgemerkte Gesuch des Fischerei- und Rauch-warenhändlers Holupp aus Peenemünde, welcher Flundern, Aale, Aalquappen, Seehasen und Bücklinge offerierte.

Aus einem westfälischen Blatt war zu erkennen, daß sowohl Speck, als auch Schinken in tadelloser Qualität, ebenso wie alle sonstigen Rauch- und Wurstwaren, wenn man nur im Großen bestelle, zu haben seien.

Nachdem aus drei Provinzen die künftigen Geschäftsfreunde vornotiert waren, wollte der äußerst eifrige und gewissenhafte Privatsekretär Hufnagel zu dem Apfelwein übergehen, der aus Sachsenhausen angekündigt war.

Hiergegen erhob aber Willy Einspruch, weil er erklärte, es sei für einen Morgen genug, und ehe er nicht ein ordentliches Frühstück hinunter habe, möge er von Apfelwein nicht einmal etwas hören.

Sie beschlossen deshalb, zumal Hufnagel meinte, vor nachmittags sechs könne die bestellte Papierlieferung auch bei Schnellpressendruck nicht eingehen, vorläufig mit der anstrengenden Tätigkeit abzubrechen und sich in das Hinterstübchen bei Nudecke zu begeben.

Nur Grünzweig, der den Winkel seiner Augenbrauen noch um einige Grade verkleinerte, erklärte, daß er von

Grotzstadt-Dokumente 93b. 21.	4
        
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