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IV. Die schwarze Bande

Full text: Berliner Schwindel / Werthauer, Johannes

IV. Die schwarze Bande. 
Um zwei Uhr nachts, als in dem Ballokal der Venus¬ 
säle der Schluß bereits angesagt war und die ersten 
Droschken die enteilenden Paare davon trugen, trat auch 
unser Brauner und sein Freund, der Schreiber, aus der 
Tür und ließen sich die durch den Sekt erhitzten Stirnen 
von dem frisch die Straße entlang wehenden Wind 
kühlen und überlegten, was wohl noch in Berlin anzu¬ 
fangen sei. Schließlich meinte der Schreiber, man könnte 
ja mal wieder nachsehen, was bei Nudecke los sei. 
Der Braune, welcher jetzt allerdings in tadellosem 
schwarzem Dreß sich befand, erwiderte, er sei einverstanden, 
vielleicht ergäbe sich gleich Gelegenheit, für die nächste 
Zukunft einen Plan zu machen, denn er möchte am lieb¬ 
sten auch zum Juli in Lhikago sein und dazu gehöre 
doch Geld, viel mehr als sie hätten. 
Sie winkten einem Taxameter, stiegen am Alexander¬ 
platz aus und gingen zu Fuß nach der kleinen Frank¬ 
furter Chaussee. Hier traten sie durch eine im Hausflur 
befindliche Ladentür in ein Restaurant, dessen vorderes 
Zimmer an Stelle der Stühle mit kleinen Tonnen und 
zierlichen Tischen ausgerüstet war und ersichtlich den Stil 
der Vodega nachahmen wollte. 
Sie durchschritten den Raum, in welchem sich nur 
einige Gäste befanden, und traten durch die Hintertür in
        
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