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III. Kautionsschwindel

Full text: Berliner Schwindel / Werthauer, Johannes

42 Großstadt-Dokumente Bd. 21. Berliner Schwindel.

Ein weihevolles Gefühl des Staunens und der Dankbarkeit überkam ihn, als er durch den sauber gereinigten Stall, in welchem zwölf Pferde untergebracht waren, von denen vier nunmehr seiner Spezialobhut anvertraut waren, dahinschritt.

Er hatte eine solche Stalleinrichtung doch noch nicht gesehen und er schätzte sich glücklich, daß ihm im letzten Moment der rechte Gedanke, an die richtige Schmiede zu gehen, gekommen war.

Wie noch nie schmeckte ihm an diesem Abend das frugale Abendbrot und im Kräftigen Schlafe der Jugend ruhte er auf dem harten Lager, dicht neben dem Stall, seine müden Glieddr aus, während das Wiehern der Pferde wie sanfte, altgewohnte Musik ihn umschwebte.

Und was er in all der Sorge und Not nicht getan: ein dankbares Vaterunser hatte er vor dem Einschlafen gebetet, aber nur zur Hälfte, denn er war kurz vor dem zweiten Teil eingeschlafen.
        
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