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II. Vermietungsschwindel

Full text: Berliner Schwindel / Werthauer, Johannes

18 Großstadt-Dokumente Bd. 21. Berliner Schwindel.

nach Österreich hin hergeschickt und beträgt deshalb die Vergütung je 10 Mark mehr, die Sie postwendend einsenden wollen.

Hochachtungsvoll

Erstes Berliner Mietskontor von

W. Schulze Witwe, nicht zu verwechseln mit Instituten ähnlichen Namens.

P. S. Da nächste Woche viel Bedarf, so bitten wir, zu entschuldigen, wenn dieselben nicht in zwei Tagen, sondern erst etwas später ankommen.

Frau W. Schulze Witwe nickte zustimmend und ihr Gesicht war durchaus zuftiedengestellt, da dieser Punkt erledigt war.

Während sie die neuen Kommissionen eintrug, öffnete sich die Tür und hereingehüpft kam Lina.

Diese ging um den langen Tisch herum, direkt aus Frau Schulze los, nahm sie in ihre Arme und sagte: „Ein Glück, daß ich wieder da bin."

Alexander warf ein: „Ziemlich rasch diesmal!"

Jene erwiderte: „Drei Tage war ich weg."

Alexander fragte: „Wie wars denn?"

Frau W. Schulze Witwe aber sagte: „Lina, wir gehen nebenan", denn für Frau Schulze war diese Perle ihres Lagers von so dauerndem Wert, daß sie mit besonderer Sorgfalt behandelt wurde. Es war nämlich früher einmal eine wirklich Landschöne gewesen, fern hinten von der Grenze Schlesiens her, die auf irgendeine Weise nach Berlin verschlagen, in das Mietskontor der Frau W. Schulze Witwe gekommen war. Beide waren wirkliche Freundinnen geworden, die Papiere waren in Ordnung, und spätestens jeden dritten Tag
        
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