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II. Vermietungsschwindel

Full text: Berliner Schwindel / Werthauer, Johannes

II. Vermietungsschwindel. 
Während August noch las, trat ein kräftiger, baum¬ 
langer Mensch an ihn heran, faßte ihn an die Schulter 
und sagte: 
„Hier ist es richtig. Sie wollen ins Mietskontor, 
kommen Sie mit!" 
Ohne daß August zur Besinnung kam, führte er ihn 
durch zwei lange dunkle Höfe, die ringsum mit Seiten¬ 
gebäuden besetzt waren, und im zweiten Quergebäude 
zwei Treppen hinaus, bis zu einer Tür, an welcher ein 
Schild des oben bezeichneten Inhalts sich wiederum be¬ 
fand, und welche durch eine von außen zu drückende 
klinke zu öffnen war. 
Als sie eintraten, befanden sie sich in einem großen 
weiß gestrichenen Raume, an dessen Wänden als Ver¬ 
zierung einige Fahrpläne nebst dem Plan des Berliner 
Adreßbuchs angebracht waren, und dessen Meublement 
in einem langen sichtenen Tisch bestand, der das Zimmer 
in zwei Teile trennte. In dem einen Teil an der Wand 
war eine lange Bank aus gleichem Holz aufgestellt, 
während im andern Teil, der durch ein einziges großes 
Fenster sein Licht erhielt, an beiden Seiten eines dunkel 
gestrichenen großen Schreibpultes je eine Persönlichkeit 
saßen.
        
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