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VII. Bauschwindel

Full text: Berliner Schwindel / Werthauer, Johannes

VII. Bauschwindel.

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Nunmehr wurde ein Kontrakt aufgesetzt, ins)alte dessen der Herr Bauunternehmer Weißling die Eckparzelle und die daneben liegende Parzelle von der Gesellschaft des Herrn Goldau für 50000 bezw. 40000 Mark erwarb. Die Begleichung geschah dadurch, daß er in Anrechnung aus das Aaufgeld, das noch daraus ruhende Restkaufgeld, von je 20000 Mark, welches die Gesellschaft schuldig geblieben war, übernahm, während der überschießende Betrag von 30 bezw. 20000 Mark für die Terraingesellschaft als neues Restkaufgeld eingetragen wurde.

Der Preis der zwei Parzellen war somit aus 90000 Mark gestiegen, während beim vorigen kauf das ganze Terrain 90000 Mark gekostet hatte, und 20000 Mark wert war.

Es wurde ferner ausgemacht, daß Herr Weißling seinen bisherigen Eh es, der sich nunmehr als Agent bezeichnete, zum „Oberleiter" des gesamten Baues bestellte. Herr Schmidt sollte das Recht haben, alle Verträge mit Lieferanten, Handwerkern usw. zu schließen, und dabei die Interessen des Bauherrn Weißling wahrnehmen. Für diese Tätigkeit sollte er für die beiden Bauten 5000 bezw. 3000 Mark Entschädigung erhalten.

Als die Sache soweit arrangiert war, kam die Beseitigung jener Schwierigkeit, welche seit längeren Zähren dem Berliner Baumarkt in den Augen dieser hier in Betracht kommenden Kreise als besonders „hemmende Fessel" aufliegt: während nämlich früher die Auflassung der Grundstücke ohne Vorausbezahlung der Stempel und Gerichtskosten erfolgen konnte, und oft genug nachher die Gerichtskasse das Nachsehen hatte, müssen jetzt diese Beträge vorausbezahlt werden, sonst wird nicht aufgelassen.

Herr Schmidt und Herr Goldau hatten aber soviel
        
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