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XII. Verwüstungen, welche die hohe Grundrente anrichtet

Full text: Großstadt-Sozialismus / Ebeling, Martin

74 Großstadt-Dokumente Bd. 44. Großstadt-Sozialismus.

Arnold Müller gehörige Haus Leipziger Straße 95 an diese verkauft und daran auch ca. Vi Million Mark verdient. Mit

demselben Nutzen verkaufte Herr T auch ein Grundstück an

die Firma N. Israel in der Spandauer Straße.

Man sieht daraus, daß jetzt in Berlin kein besseres Geschäft zu machen ist, als durch An- und Verkauf von Häusern in guten Geschäftsgegenden.

Die Quadratrute würde hierbei 37,000 Mark kosten.

Wir fragen, welche Arbeit hat der Herr %...................

dabei geleistet?

Wir fragen, wo bleibt die Kommune Berlin, um sich den größten Anteil an diesem Gewinn zu sichern, den die Berliner Bürger hervorgebracht haben? Interessant ist auch folgende Nottz:

Berliner Gasthöfe. Daß die großen Berliner Hotels riesige Summen einbringen müssen, kann man aus den Pachtverpflichtungen schließen. Die Hotelbetriebs-A.-G. zahlt für die Grundstücke Zentral-Hotel, Restaurant zum Heidelberger, Cafe Zentral-Hotel, Wintergarten im Zentral-Hotel und sämtliche Läden, nach Angabe des „Konfektionär" 925 000 Mark jährlich. Von 1908—1912 erhöht sich die Pacht auf 960 000 Mark. dann bis 1916 auf 985 000 Mark, und von 1916 — 1935 ist jährlich rund eine Million Mark zu zahlen. Der „Aktienbauverein" Unter den Linden erhält von der Hotelbetriebs-A.-G. für das Cafe Westminster eine Iahrespacht von 180 500 Mark. Was das Hotel Bristol gekostet hat, zeigen folgende Zahlen: Für das Grundstück Unter den Linden 5/6 wurden im Jahre 1904 10 040 000 Mark gezahlt. Es hat einen Flächeninhalt von 3898 Geviertmetern und eine Front an der Straße Unter den Linden von 56,43 Metern. Die Gebärde sind in der städtischen Feuerkasse mit 2 528 300 Mark versichert. Auf dem Grundstück lastet eine Kautionshypothek von sechs Millionen Mark an erster Stelle zugunsten der Eisenbahn-Hotel-Gesellschaft Berlin. Zum Hotel gehört ferner das Grundstück Behrenstraße 67. — Ein begehrtes Geschäft muß auch der AusschanK der Schultheiß-Brauerei am Potsdamer Platz sein. Der Besitzer ist kürzlich gestorben, und es haben sich um die Pachtung jetzt 248 Bewerber gemeldet. Der Reinertrag des Betriebes soll sich aus 100000 Mark jährlich stellen.
        
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