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VIII. Die Gemeinde als Arbeitgeberin

Full text: Großstadt-Sozialismus / Ebeling, Martin

VIII. Die Gemeinde als Arbeitgebern.

„Bei gewöhnlichen Menschen kann der Patriotismus nur dann wahr sein, wenn er von dem kleineren Kreise ausgeht, der sie zunächst umgibt, für dessen Mitglieder sie sich persönlich interessieren."

Das sind goldene Worte von Röscher, in seinem System der Volkswirtschaft gesprochen. Eine Stadtgemeinde und insbesonders die einer Großstadt sollte den inneren Sinn dieses Satzes immer vor Augen haben und in dem Kreise, welchem sie Arbeit gibt, versuchen die Liebe zur Stadt zu erwecken, aus welcher dann die Liebe zum größeren Vaterlande hervorgeht, „vom engeren ins weite".

Die Stadt Berlin ist eine Arbeitgeberin im großen Stil- Sie beschäftigt tausende und abertausende von Händen und Köpfen. Das Streben muß dahin gehen, den kommunalen Betrieb zum Musterbetrieb zu gestalten und hierin sollte die Kommune mit dem Staat und seinen Betrieben in scharfe Konkurrenz treten um den sozialen Fortschritt. Berlin besitzt Wasser-, Gas-, Elek-trizitätswerke, Kanalisation, Markthallen, Schlachthöfe, Feuerwehr, Schulen, Straßenreinigung. Alle diese Anstalten erfordern Arbeitskräfte und ein Heer von Angestellten.

Es unterliegt keinem Zweifel, daß das Verhältnis zwischen einer Stadt und ihren Arbeitnehmern vorbildlich wirken kann und wirken muß aus eine Reihe
        
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