Path:
VI. Bildungsmittel

Full text: Großstadt-Sozialismus / Ebeling, Martin

VI. BildungsmittrI.

Es unterliegt keinem Zweifel, daß eine sozial geleitete Kommune die Pflicht hat, möglichst viel für die Bildung ihrer Bürger und Bürgerinnen zu tun; insbesondere mutz alles, was den Zugang zur Bildung ermöglicht, von der Kommune bereit gestellt werden. In erster Linie rechnen wir hierzu die Lernmittel. Diese sollten den Gemeindeschülern kostenlos geliefert werden und dies umsomehr, weil vom Standpunkt der Kosten aus der Gemeindeschüler der Stadt viel weniger kostet, als der Schüler einer höheren Lehranstalt. Bei dieser hat die Gemeinde Berlin für jeden Schüler jährlich etwa 132 Mark zuzuschießen, während dieser Zuschuß beim Volksschüler nur 67 Mark beträgt.

Die einfache Gerechtigkeit sollte es also erfordern, dem Volksschüler wenigstens die Lernmittel von Gemeindewegen zuzustellen. Für die weniger bemittelte Klasse ist es durchaus nicht leicht, dieselben für ihre Kinder und häufig recht zahlreiche Kinder zu beschaffen. Da bei uns nun einmal glücklicherweise der Schulzwang herrscht, also durch den Schulbesuch ein Gesetz erfüllt wird, sollte man auch die Lernmittel den Kindern zur Verfügung stellen. Die Fachleute, wie z. V. der Berliner Lehrerverein, stehen durchaus auf diesem Standpunkt, die Stadtvertretung von Berlin teilt den entgegengesetzten. Sie glaubt durch Bewilligung der Lernmittel
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.