Path:

Full text: Meine Klienten / Bahn, Walter

Dir Mannesjahrr.

Geächtet, von seinen Verwandten ausgestoßen, mußte er in die Fremde.

Seine Empfindungen, als er die Heimat verließ, paraphrasiert er in seinem „Lebenslaufe" mit den Versen:

„Wer will in die Fremde wandern Der musz mit der Liebsten gehen,

Es jubeln, und lassen die andern Den Fremdling alleine stehn."

Sein lebhafter Geist trieb ihn bis nach Rumänien und der Türkei.

Endlich aber packte ihn das Heimweh mit elementarer Gewalt.

Er kehrte zurück, um einem verhängnisvollen Justizirrtum zum Opfer zu fallen.

Er wurde nämlich, wie er glaubhaft behauptet, unschuldig, vom Landgericht zu Posen am 5. Juli 1889 wegen Diebstahls zu einem Jahre Gefängnis verurteilt.

Genommen sollte er folgende wertlose Gegenstände haben:

1 Serviette, 1 Kamm und 1 eisernen Haken.

Selbst, wenn er aber die Tat begangen haben sollte, so ist die Höhe der Strafe trotzdem unbegreiflich.

Die Gegenstände besitzen vielleicht den Wert einer Mark.

Es ist dem Ansehn der Justiz durchaus schädlich,
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.