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Theodor Berger Die Schuldfrage

Full text: Meine Klienten / Bahn, Walter

64 Großstadt-Dokumente Bd. 42. Meine Klienten.

für mich. 3a, Za. Das stimmt. Ich wolle auch ich hätte mich mit diesen unglükseelichen Weibe nicht wieder eingelassen. Wie ich Euch schon sagte, ich war in Not, Euch wolle ich nicht zur Last fallen, und ich glaubte auch nicht, jemals wieder mit den Gefängnis in berührung käme. Ietz wo ich unschuldigerweise in solcher Lage mich befinde, tritt Sie mit falschen behauptungen aus, und außerdem sagt Sie noch schlechtigkeiten von mir, die im Monde liegen. Wenn ich von der Liebetät erzählen wolle, Ich sage Euch ein Trauerspiel käme zun Vorschein. Sie weis aber Ihren Vorteil als Zeuge auszunützen, kriegt aber trotzden Ihren Lohn. Liebe Anna ich habe am 26. und 30 Dezemb. 04. geschrieben ich glaube einen Brief an Euch einen an Schulz. Ich bitte schreibt doch jedes mal ob Brief erhalten oder nicht von Schulz habe ich Gratulations Karte und Brief erhalten, steht aber nichts drin ob mein Brief angekommen Dann habe ich das Geld am Donnerstag voriger Woche erhalte, habe mich sehr gefreut sage meinen besten Dank. Wenn ich keinen Tabak hab fühle ich mich krank und das trokene Brod will auch nicht schmeken. Lina soll mir doch schreiben aber umgehend, was für Sachen Sie von der Frau Böhrig, .welche beschlachnamt waren zurük erhalten, und dieselben aufbewahren. Nach meine Verhaftung sind doch so viel schlecht Lüge über mich verbreitet worden. Möchte gern wissen was jetzt über mich geschrieben wird die Lügen haben sich als unwahr erwisen, und die anderen Lügen werden bei der Revision aufgeklärt. Ich bin nicht der Täter, das wird sich auch rausstellen. Seid vielmals Gegrüset. Grüst Familie Schultz u. Kinder

Theodor Berger Händler

An

§errn Adols Schultz	Berlin, den 28 1 1905

Former

Neue Hochstraß. 15 vorn III Treppn

Lieber Schwager und Schwester Deinen Brief von 22. Anna ihren von 15. und 25. erhalten, freut mich das Ihr alle gesund seit. Wie es mir geht, ja, ich bin nicht gesund und nicht krank. Was mein Gemüth anbetrift, das kann ich Euch nicht beschreiben, weil meine Worte nicht dazu ausreichen. Das ist ungefähr so, als wenn
        
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