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Theodor Berger Das Zuhältertum

Full text: Meine Klienten / Bahn, Walter

Das Zuhältertum.	49

Ecken gestanden und aus Fingern gesiffen habe, ob jemand gesehen dasz ich mir in der Wohnung aufgehalten, in welcher die Liebetrut ihren Gewerbe nachgeht. Da doch aller Wahrscheinlichkeit meine Photographie auf den Alexanderplatz. Kontrolle, für die Weiber ausgehängt ist, so beantrage ich diese Aufforderung drunter zu schreiben, auch kann in der Zeitung bekannt gemacht werden, Jeder welcher Berger kennt und gesehen oder gehört das Berger auf Fingern seifen kann oder gefiffen hat soll sich melden. Da von den sogenannten Zuhältern vieles angenommen wird, was ich bis jetzt noch nicht getan auch noch nicht gesehen habe, und ich Grund meine Ackten zu diesen Leuten gerechnet werde, (Kuppeler bestraft) So möchte ich bitten, obige Anforderung an die Sitten Konntrolle für Weiber, aufzuhängen und in den Zeitungen gleichfals, damit festgestellt wird ob ich das getan oder nicht. Mein Geständniß lautet, das ich die Liebetrut seit 17 Jahren kenne, und Geld von Ihr bekommen habe. Damit nicht angenommen wird, was ich nicht getan, oder schließlich Heist sein Vorleben ist in ein mistriöses Dunkel gehüllt, so werde ich, noch alles was ich gefragt werde, so sagen wie ich mich entsinnen kann und Zeugen angeben. Da ich über mein Verhältnis zur Liebetrut schon einigermaßen ausklärung gegeben, aber noch nicht warum wir uns gezankt, und auch geschlagen, so werde ich die letzten Fülle in welchen es vorgekommen ist das ich die Liebetrut geschlagen habe, beschreiben. Im Sommer 1902. kam ich von Außerhalb nach Berlin, Liebetrut wohnte in der Tükstraße. Ich war die Nacht mit der Bahn durchgefahren. Als ich bei der Liebetrut klopfte frug Sie wer da fei, Als Sie hörte, das ich es war antwortete Sie ich möchte machen das ich fort käme Sie hätte wieder einen anderen, nannte Ihn auch beim Namen, das war ein Mann mit welchen Sie schon seit 1894. verkehrt hinter meinen Rücken und auch ösfendlich. Ich sagte Ihr es wäre gut Sie möchte mir meinen Hund und Ansichtskarten geben das wolte Sie nicht, ich bestand aber darauf und sagte, ich würde nicht eher gehen, bis ich meine Hund hätte, auch Ihre Wirthin kam raus und redete mich zu fortzugehen, bin aber erst gegangen bis mir die Liebetrut aufmachte und mir meine Hund gab, da sagte ich adiö und fort war ich. Dann traf ich Ihren Bräutigam, welcher mich utzte, wir tranken mehere Glas Bier zusammen, und wünschten Grobstadt'Dükumente Bd. 42.	4
        
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