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Theodor Berger Das Zuhältertum

Full text: Meine Klienten / Bahn, Walter

Das Zuhültertum.	45

schlechte nachgeredet und angetan, anzeigen walte Sie Ihn, erst noch vor nicht langer Zeit wolte Sie Ihren damaligen Bräutjam einen Stein in Weg legen, damit er stolpern folte, kurz vor meiner Verhaftung sagte Sie noch zu mir, die olle dicke S—, die hasse Sie, und wolle Ihr es noch besorgen. Das Ist der dank für alles gute was die Schwester an Ihr getan, das hat die Liebetrut alles vergessen. Ich will schweigen. Ich kann Euch sagen, ich habe viel erlebt und kennen gelernt, und wenn ich Euch alles sagen wolle, würden Euch die Haare zu Berge stehen. Ein Weib welches an Ihrer eigene Schwester so handelt und um des Geldes Willen verkuppelt und ins Unglück stürzt, das zeigt gewiß von einen herzlosen schmutzigen Eharackter. Wenn die Schwester alles wüste was ich Ihr sagen könnte, dann würde Sie die Iohanna ins Gesicht spucken und nie wieder ansehn. Vorigen Winter wolte ich der Schwester über verschiedenes aufklürung geben, habe es aber doch nicht getan weil ich furcht vor der Liebetrut Ihre Schlechtigkeit hatte, vor Ihre Drohungen. Dieses wolte ich ja zur Verhandlung angeben, habe es aber nicht getan um die Schwester nicht zu blamieren, und wer weis ob Sie die Wahrheit hierüber gesagt hätte, wahrscheinlich hätte Sie die Aussage verweigert. And doch hätte ich es tun müssen, denn die Schwester kenne ich genau, die ist offen und ehrlich, und hätte, da es sich hier nicht um gewöhnlichen Zank und Streit, sondern um solch furchtbar erste Sache handelt, die Wahrheit in allen Stücken gesagt. Auch kennt sie mich und mein Verhältnis zur Liebetrut. Wenn ich darum gebeten das die Öffentlichkeit ausgeschlossen würde damit nichts in die Zeitung kommt, glaube ich, hätte Sie die Wahrheit hierüber, und mein Unglückliches Verhältnis angegeben, denn das die Iohanna kein Engel ist weiß Sie genau. Ich will aufhören wenn ich an die Liebetrut denke wird mir schlimm Ihre Schwester ums Geld verkuppelt, jetzt hofft Sie auf 1000 M. belohnung, das ist aber ein gewaltiger Irrtum von Ihr, von wegen belohnung. Ihren Lohn wird Sie wohl Kriegen, das glaube ich selber, blos wird der anders sein als Sie sich ausgerechnet hat. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Hätte ich nur blos nicht wieder mit diesen unglück-seelichen Weibe einlassen müssen, Iahrelang habe ich einen Kampf mit Ihr gekämpft um meine freiheit, bin alles und jeden aus dem Wege gegangen, hauptsächlich vor der Liebetruth
        
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