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XV. Die nationale und soziale Bedeutung der unehelichen Mutterschaft

Full text: Uneheliche Mütter / Marcuse, Max

XV. Die Bedeutung der unehelichen Mutterschaft. Y3

		Auf 100 Verurteilte		
Erziehung	männlich		weiblich	
	ehelich	unehelich	ehelich	unehelich
Gut		35	9	26	5
Mangelhaft . .	5-t	60	52	74
Schlecht....	8	27	2\	2\
Unbekannt. . .	3	4	\	

Abgesehen davon, daß diese Zahlen die Abhängigkeit des Verbrechens von dem Bildungsgang zur Loi-denz beweisen, lehren sie auf das überzeugendste, roie-außerordentlich groß die Schädigung der Erziehung bei unehelichen Rindern ist und wieviel größer als bei den ehelichen! Spann*) erbrachte den zwingenden Beweis, daß die hohe Kriminalität der Unehelichen so gut wie ausschließlich dadurch bedingt ist, daß unter ihnen ein ungeheurer Prozentsatz an ungelernten Arbeitern sich vorfindet. Bei der ungemeinen Instruktivität der Spann schcn Untersuchungen möge hier ein Teil der allerwichtigsten Ergebnisse, die sie gezeitigt haben, angeführt werden:

von den unehelich geborenen Knaben erreichen weitaus weniger das zwanzigste Lebensjahr als von den ehelich geborenen; es treten nämlich im Durchschnitt von \000 ehelich Geborenen ca. 660, von \000 unehelich Geborenen hingegen nur in das zwanzigste Lebensjahr. Die eigentlichen Unehelichen, deren Mütter am Leben und unverehelicht bleiben, zeigen sowohl in körperlicher Einsicht wie mit Bezug auf ihre Berufsausbildung ein beträchtliches Zliajz an Degeneration. Dagegen kommt die körperliche. und geistige Entwicklung der in einer Stiefvater-Familie aufgewachsenen unehelichen Rinder derjenigen ehelich Geborener im wesentlichen gleich. Die unehelichen Waisen ihrerseits nehmen in bezug auf Tüchtigkeit eine Mittelstellung
        
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