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VI. Der Niederkunftsort der unehelichen Mütter

Full text: Uneheliche Mütter / Marcuse, Max

32 Großstadt-Dokumente Bd. 27. Uneheliche Mütter.

Müttern bei ihremAbgange nur 7 nach Berlin, 2 nach Vororten, hingegen ^ nach außerhalb abgemeldet, — ein Zeichen, daß die Annoncen in den auswärtigen Zeitungen nicht ohne Erfolg sind.

Um die Beziehungen der Legitimation des Rindes, die doch auch für die Zukunft der Mutter von ausschlaggebender Bedeutung ist, zu dem Grt der Niederkunft nachzuweisen, haben Spann*) und N euma n n **) eingehende Untersuchungen angestellt und insbesondere versucht, denjenigen Geschlechtsverkehr zu fixieren, b e i dem die Absicht auf fjeirat vorlag oder d i e heirat durch die Mutterschaft zustande gekommen i st. €s würde zu weit führen, die sich hier ergebenden Statistiken anzuführen, wenn man alle hier in Betracht kommenden Zahlen richtig würdigt, so lautet ihre Uebertragung in Worte folgendermaßen: Die meisten Rinder, deren Mütter sich später mit d e m Vater verheiraten sind in j) r i v a t w 0 h n u n g e n geboren, und umso weniger Lalle von Anerkennung der Vaterschaft innerhalb einer Geburten masse zu verzeichnen sind, je ungünstiger istderNiederkunftsort der Mütter.

Und noch bedeutungsvoller ist eine weitere Beobachtung:	von den in öffentlichen Anstalten

Geborenen lebten in Berlin im Dahre \89<5 noch am Ende ihres ersten Lebensjahres nur 382 von ^000 (von den in privaten Entbindungsanstalten Geborenen 386), hingegen von den in p r i v a t w 0 h 11 u n g e n Geborenen noch ^88 von 1(000!

*) a. a. O. **) a. a. O.
        
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