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Full text: Uneheliche Mütter / Marcuse, Max

Zwei für weiteste Kreise interessante Werke des bekannten Berliner Kulturschilderers May Bauer

Das Geschlechtsleben

in der deutschen Vergangenheit

von Max Bauer. 2. Auf!., brosch. M. 4.—, geb. M. 5.50

Das Berliner Tageblatt brachte wenige Tage nach Erscheinen des Buches folgende Besprechung: .Mit sachlichem Ernst und strengem Zurückstellen aller Einzelheiten, die nur einen pikanten Reiz haben könnten, führt der Autor in ein Kapitel der Kulturgeschichte, das — selten behandelt — doch von einschneidender Wichtigkeit für die Beurteilung des Volkslebens ist. Mit Recht wendet er sich gegen die Lobredner der .guten alten Zeit1, welche die Schäden im Verkehr der Geschlechter als ein Zeichen der Gegenwart hinstellen. Wir erfahren aus dem Werke Bauers, wie umgekehrt die Anschauungen über Geschlechtssittlichkeit in vergangenen Jahrhunderten bei weitem gröber und in ihrer Naivetät für unser heutiges Gefühl verletzend sind. Der Verfasser bringt aus alten urkundlichen und literarischen Quellen eine Fülle von Stoff und läßt in anschaulichen Bildern den Geist jener Zeiten, soweit er sich im Verkehr der Geschlechter äußert, an uns vorüberziehen. Er beginnt mit dem frühen Mittelalter, mit der moralischen Devastierung des alten Germanentums, und spiegelt das Leben in Stadt und Land und in den Klöstern wieder. Interessant ist das Kapitel ,Die Kleidung', nicht minder seine Ausführungen über das .Schönheitsideal'. Das Buch wird auf den Kulturhistoriker wie auf den Ästhetiker gleiche Anziehungskraft ausüben.*

»Der handliche Band bietet einen kurzen Abriß seines Themas, wie ihn jeder kennen muß, der sich mit den schwierigen Fragen der Prostitution und der öffentlichen Sittlichkeit auch nur in passiver Anteilnahme beschäftigen Will.*	mDle	Frau- (Helene L*nge).

.... Ein recht nützliches Werk, aus dem man sich schnell orientieren kann. Daß es flott und unterhaltend geschrieben ist, ist ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorzug. Wo es not tat, hat Bauer auch einmal ein kräftiges Wörtlein gesprochen und sich überhaupt nicht geniert, die Dinge bei ihrem Namen zu nennen.*

Berliner Morgenpost.

„Das Buch wird nicht nur auf den Kulturhistoriker und Ästhetiker, sondern auch auf den ernsten Laien, auf den gebildeten Mann und die weise, denkende Frau die gleiche Anziehungskraft ausüben.*

Rhein.- Wests. Zeitung.

Vorn gleichen Autor erschien soeben:

Der deutsche Durst

ä Preis brosch. M. 4.—, geb. M. 5.50 m

Verlag von Rermann Seemann Nachfolger, Berlin SW. 11 ==Zu beziehen durch alle Buchhandlungen—............
        
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