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5. Lina Männerfeind, Büffetdame

Full text: Die Tribadie Berlins / Hammer, Wilhelm

5, Lina Männerfeind, Büffetdame.

Fünfundzwanzig Jahre alt, katholischen Bekenntnisses, ehelicher Abstammung.

Lina wurde in einer Mittelstadt Westdeutschlands als Tochter eines Regierungssekretärs geboren.

Vater: lebt, ist gesund.

Mutter: lebt, ist gesund.

Eine Schwester der Mutter ist der gleichgeschlechtlichen Liebesbetätigung ergeben.

Geschwister: keine toten,

eine lebende Schwester.

Diese Schwester ist siebenundzwanzig Jahre alt, Mutter eines gesunden Knaben, sie verliebte sich öfter in Männer, nie in Frauen, ist gesund; hält die Frauen „für durchaus nicht den Männern gleichstehend", ist keine Spur Frauenrechtlerin.

Lina besuchte vorn sechsten bis sechzehnten Lebensjahre die höhere Töchterschule, hatte regen Verkehr mit ihren Mitschülerinnen. Vorn sechzehnten Jahre an lernte sie, „wie das bei uns so Sitte ist", Sttcken, Nähen, Putzmachen, Kleidermachen. Mit zwanzig Jahren besuchte sie die Haushaltungsschule eines römisch-katholischen Klosters ein halbes Jahr lang. Nun hat sie sich „ein bißchen emanzipiert", kleine Stellen als „Stütze oder so" bekleidet. Das hat ihr aber nicht gefallen. Sie ist dann bis jetzt am Büffet in den Bars gewesen. Ihre Eltern haben in dieser Zeit einen Bries erhalten, daß sie Männer bis aufs äußerste anlockte und dann hohnlachend zurückstieß. Eine solche Stelle bekleidet
        
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