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IV. Lesbische Liebesbriefe

Full text: Die Tribadie Berlins / Hammer, Wilhelm

IV. Lesbische Liebesbriefe.	-	45

wunderte sich nicht schlecht das ich so hübsch angezogen war und fragte mich wo ich hingehe ich antwortete Ihr ich gehe zum Theater was natürlich eine Lüge war denn ich schildere alles wie es sich in Wirklichkeit zugetragen hat um neun Uhr verabschiedete ich mich von meiner Tante und wollte ihm erwarten was mir natürlich geling als ich Ihm ankommen sah ich hatte aber noch nicht den rechten Mut ihn anzusprechen als ich so stand und eine Weile aus und ab ging kam er wieder herunter aber tot schick angezogen er hat mich wohl beobachtet wie ich immer vor dem Hause vorbeispazierte aber mir, war schrecklich zu Mute als Er weg war und (ich) Ihn nicht mehr sehen konnte aber ich habe den Mut nicht sinken lassen und habe mich erkundigt wo eigendlich der Strolch wohnt ich erfuhr bei dem Wirt das dieser Mensch nach dein ich wahnsinnig vernarrt war vorn 1 Treppe wohnte und zwar bei sehr netten Leute die hochelegant eingerichtet waren ich erkundigte mich natürlich ob wohl derselbe hier wohne die Leute fragten erst was ich denn eigendlich wünsche bald fand ich denn auch eine Ausrede und erfuhr das derselbe hier wohne natürlich habe ich Ihm beschrieben und nach meiner Beschreibung war es auch richtig und wer konnte wohl glücklicher (sein) als ich fragte auch der Frau die mir die Thür aufmachte ob Sie denn nicht wüßte wohin er gegangen ist und wann er ungefähr nach Hause käme sie sagte ganz zutraulich zu mir ich möchte doch ein bischen näher treten was ich mich natürlich nicht zweimal sagen lies denn die Frau wurde immer netter zu mir was mir sehr gut gefiel sie frug mich was mir eigendlich hierher getrieben hätte und nach und nach bekam ich heraus das ich es mit einer großen Kuppelerin zutun habe was mir im geringsten nicht abschräckte und nach und nach erfuhr ich den wie der Strolch eigendlich hieße nun hatte ich doch was ich wollte und vertraute der Frau alles an wie eine Mutter war dieselbe zu mir und ich wurde immer zutraulicher und erzählte ihr daß ich von zu Hause ausgerückt bin und ich schon einen Tag von zu Hause weg war und da sagte sie zu mir ob ich denn ein Zimmer hätte und ich vertraute ihr an daß ich nur wegen dem Menschen ausgerückt wäre aber im Besitz jmiß ich ihm bekommen da mag es biegen oder brechen die Frau zeigte mir Ihr ganze Zimmer und nur zwei nicht wo der
        
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