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IV. Lesbische Liebesbriefe

Full text: Die Tribadie Berlins / Hammer, Wilhelm

40 Großstadt-Dokumente Bd. 20. Die Tribadie Berlins. 
gar nichts dagegen, wenn Du Dir mit der ... schreiben 
thust, bloß Ihr nicht mehr lieben wie mich, daß 
möcht ich nur wünschen zum neuen Jahr. wirst Du 
mir Die Bitte erfüllen? 
Mein kleiner Bengel es ist auch garnicht schön 
-Don Dir das Du soviel rumpusieren thust. Du 
kannst Doch nicht alle Lieben. 
Nun will ich schließen in der Hoffnung daß mein 
Strolch wieder gut ist. Verbleibe ich mit viele Herz¬ 
liche Grütze und Kütze 
Dein Treuliebendes 
Muttchen..." 
Während dieser Brief Zeugnis ablegt von der de¬ 
mütigen Ergebenheit der Mutter dem Vater gegenüber, 
sendet ein lesbischer Vater folgende Worte an sein 
Muttchen.- 
„Sinrbol: 
„Marta Deine Zeit soll auf Rosen lachen, 
„Auf Rosen mög' sie Dir vergeh'n, 
„Engel die Dein Glück bewachen, 
„Mögen Dir zur Seite steh'n, 
„Wandle auf Rosen lange Zeit 
„Bis ans Ufer der Seligkeit. 
Deine treue 
ii 
Auf der Rückseite desselben Blattes standen fol¬ 
gende Worte: 
„Nun mein kleiner Liebling hoffentlich bist Du sehr 
artig und machst mir keinen Kummer. Empfange 
nun die herzlichsten Grütze und tausend küsse von 
Deiner 
Dich über alles liebenden Freundin
        
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