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1. Maria Fleißig, Fabrikarbeiterin

Full text: Die Tribadie Berlins / Hammer, Wilhelm

 	1- Maria Fleißig, Fabrikarbeiterin.	11

Die Haarfarbe ist rotblond.

Die Geschlechtsbehaarung schlicht in einem Bogen in der Gegend des Schamberges ab.

Das Becken ist geräumig.

Große, kleine Schamlippen, Harnröhre und Kitzler sind ohne Besonderheiten.

Hymen imperforatus duobus digitis permeabilis. Introitus vaginae rubescens illo rubore, qui lesbice amantium saepe est. Uterus adest, portio vaginalis conica. Ovaria non sensi, quod saepe apud mulieres primum a raedico exploratas accidit.

Das Mädchen litt an Vlutarmut und Kopf-f?1' schmerzen und gab an, seit der Schulzeit etwas schwerhörig zu sein.

Zur Beurteilung: Maria stammt aus offenbar nicht besonders krankhafter Familie. Eine Belastung von feiten der Eltern ist nicht nachweisbar. Irgendwelche Anhaltspunkte für eine schlechte Erziehung fehlen. In einer mangelhaften Erziehung ist eine Ursache für die gleichgeschlechtliche Betätigung hier nicht zu finden. Reizhunger nach neuen, unerhörten Reizen liegt nicht vor; denn Maria hat fünf Jahre lang nur die eine Freundin gehabt. Es handelt sich demnach mit großer Wahrscheinlichkeit um eine eingeborene Triebabweichung. Maria hat niemals eine andere als gleichgeschlechtliche Liebesregung gehabt.

Wissenschaftlich ausgedrückt würde diese Form des Liebestriebes wohl richtig folgendermaßen bezeichnet werden:

Paradoxia homosexualis feminina monogamica uranica.

Paradoxia: wegen des Widersinnes, der in dem Vorhandensein weiblicher Geschlechtsteile und dem Begehren der fleischlichen Vereinigung mit einem Mädchen
        
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