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X. Weibweibliche Liebe in naturwisschaftlicher Beleuchtung

Full text: Die Tribadie Berlins / Hammer, Wilhelm

X. Die weMveibliche Liebe in nalur-WUenschaftlicher Beleuchtung.

Nachdem ich im Vorhergehenden zehn Betrachtungen weibweiblicher Liebesbetättgung ausführlich mitgeteilt habe, will ich versuchen, unter Berücksichtigung zahlreicher ähnlicher Fälle aus meiner ärztlichen Tätigkeit und unter Rücksichtnahme auf Entwicklung und Stammesgeschichte, Tier- und Pflanzenreich eine kurze Übersicht über die weibweibliche Liebe vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus zu geben.

Nur sehr wenig höhere Tier- oder Pslanzenarten pflanzen sich dauernd ausschließlich durch Knospung oder Teilung fort.

Die Ausbildung der Geschlechter scheint für die Fortpflanzung der meisten stammes- und entwicklungsgeschicht-lich, soweit unsere Kenntnisse reichen, späteren Arten von großem Nutzen zu sein. Die Wichtigkeit des Geschlechtslebens spiegelt sich wieder in den kunstvollen Blüten-bildungen des Pflanzenreichs, nicht minder auch in den leidenschaftlichen kämpfen des Tierreichs.

Die Urlebewesen (Protozoen) erscheinen geschlechtlos, und die ersten Anlagen der höheren Tiere und Pflanzen lassen noch nicht erkennen, ob sich ein männliches oder ein weibliches Wesen entwickeln wird.

Die in der Stammesgeschichte den Urlebewesen folgenden Tiere und Pflanzen zeigen vielfach eine Zwitter-anlage, so zwar, daß dasselbe Einzelwesen bald männlich, bald weiblich sich betätigt (z. B. Schnecken und

Grotzstadt-Dokuinente 23b. 20.	8
        
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