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8. Willy Mädchenjäger, Kontrollmädchen

Full text: Die Tribadie Berlins / Hammer, Wilhelm

8. Willy Mädchenjäger, Kontrollmädchen.	95

Erste Regel: mit siebzehn Jahren.

Erster Verkehr: mit neunzehn Jahren.

Es handelte sich um einen Arzt, der sie an Lungenspitzenkatarrh behandelte, bis zuletzt warten ließ und endlich mit ihr verkehrte. Der Verkehr machte ihr keine Freude. Sie ging daher nicht wieder zu ihm hin.

Den zweiten männlichen Verkehr hatte sie mit einem Reisenden zu der Zeit, als sie Verkäuferin war. Dieser Reisende hielt sie ganz aus, zwei Iahre lang.

Ihren dritten männlichen Verkehr hatte sie bereits aus dem Strich.

Der männliche Verkehr bereitete ihr niemals ein Wollustgefühl. Hingegen hat sie seit ihrem sechzehnten Lebensjahre (also bereits vor der Entjungferung) für Mädchen geschwärmt.

„Zunächst machte ich meinesgleichen Geschenke. Ich habe Dienstboten Geschenke gemacht. Was sie haben wollten, habe ich gekauft. Abgeknutscht, das habe ich auch gemacht. Weiter nichts bis zum achtzehnten Lebensjahre."

Zu der Zeit, als sie von dem Reisenden ausgehalten wurde, verkehrte sie ideal mit einer Kellnerin. Der hat sie auch bloß Geschenke gemacht.

Später verkehrte sie lesbisch mit Prostituierten, als sie selber schon auf den Strich ging. Sie war stets als „Vater" tätig, ging öfter in Männerkleidern auf den Strich. Selbst in Frauenkleidung trägt sie gestärkte Oberhemden, Herrenkrawatten, Herrenmanschetten und und -hüte („Pflaumen"). Das Haar trägt sie kurz, wie sie angibt, „aus Geschmack". Sie hat derbe, männliche Bewegungen und wurde niemals befruchtet. Allerdings bediente sich der Reisende Befruchtung hindernder Mittel.

Ihre Gestalt ist groß und kräftig. Trotzdem hat sie die
        
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