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Oschm-Rahmah-Johjihjah

Full text: Sekten und Sektierer in Berlin / Buchner, Eberhard

78 Großstadt-Dokumente Bd. 6. Sekten und Sektierer in Berlin.

OsM-KaKmaK-IoMM

Die theosophisch-kommunistische Loge Oschm-Rahmah-Iohjihjah hat ihr Heim in einer wenig genannten, wenig bekannten Straße des Südofterts von Berlin. Ls ist ein Mietshaus wie andere auch, und man kann daran vorüber-hasten, ohne etwas Besonderes zu bemerken. So ergeht es dem Arbeiter, der seinen weg durch diese Straße nehmen muß, dem Geschäftsmann, der seinem Bureau zustrebt, vielleicht selbst manchem 'Künstler, manchen: Forscher uud Ge lehrten, der sonst Berlins Sehenswürdigkeiten und Eigentümlichkeiten mit aufmerksamein Auge nachzuspüren pflegt. Nur wenige bleiben stehen und nehmen das kleine Schild in Augenschein, das auf das Lesezimmer der mit dem mystischen, fast abenteuerlichen Namen ausgestatteten Loge hinweist. Man muß den Z}of durchschreiten, um zu diesen: Lesezimmer zu gelangen. Liu blitzsauberer Z}of, wie man ihn wohl, zu-n,al in diesem Stadtteil, nicht so bald wieder antreffen mag. Lr teilt sich in peinlich abgemessene Nasenteile, auf die Sträucher und Blumenstöcke und eine Anzahl mit großen bunten Glaskugeln gekrönte pfähle verstreut sind. Die Glaskugeln, in denen man sich lustig spiegelt, tragen mit ihren hellen leuchtenden Farben einen Klang von Freudigkeit uud Wärme in das Bild hinein, der in diesem Milieu durchaus eigenartig uud neu wirken muß. In den Bauerngärten meiner Heimat sah ich diese bunten Kugeln oft, nun begrüßte ich sie mitten in der Großstadt wie alte liebe Bekannte. 3in Hinterhaus, zu ebener Lrde wieder das Schild, das mich hereingelockt hatte. Ich klingelte, fund während die Glocke schellte, war ich etwas verlegen darum, wie ich die Wißbegierde, die mich hierher getrieben, entschuldigen und rechtfertigen sollte. Alles Bedenken schwand, als mir eine einfache, sehr einfach, aber nicht ärmlich gekleidete Frau die Tür öffuete und mich aufs freundlichste willkommen hieß. Sie bedauerte, daß der Geschäftsführer der Loge nicht anwesend sei, erklärte sich aber auf meine Bitte gern und liebens-
        
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