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Vorwort

Full text: Neu-Berlin / Edel, Edmund

Vorwort.	9

die jetzt	die Ecke mit	der Kantstraße	bildet. Für	uns

war es	damals „ein	Ganzweitdraußen". Ringsherum

um das	kleine Häuschen waren Felder	und Wiesen,	und

die Straße, die hinter dem Hause zog, hatte nur einen Buchstaben als Namen. Und wenn wir abends von unseren Freunden zurückkehrten, graulten wir uns in der Einöde und liefen schnell, bis wir in bewohntere Gegenden kamen.

Eine andere Erinnerung: Wo jetzt die Händelstraße ist und die klopstockstraße, zogen sich Wiesen hin, die im -Winter Grundwasser hatten und eine wundervolle Eisbahn abgaben. Dort lernte ich Schlittschuhlaufen.

Den größten Aufschwung hat allerdings die Gegend um den Zoologischen Garten genommen. Es sind noch keine zwanzig .7/-re her, da durfte man es nicht wagen, zu später M tfljttmde über die einsamen Felder und durch die schlech. beleuchteten Straßen zu gehen, ohne sich unliebsames Begegnungen auszusetzen. An der Stelle, wo die Kaiser-Mlhelm-Gedächtniskirche steht', waren wüste Sandhaufen. Die Hardenbergstraße entlang standen kleine unansehnliche Vorstadthäuschen und ein baufälliger Gartenzaun zog sich melancholisch die Straße entlang.

Inzwischen hatten die Berliner den Westen gegründet. Zuerst bevölkerten sie die Ausläufer der Potsdamer Straße. Dann^ als mehr Platz geschaffen werden mußte, wagten sich einzelne, Pionieren gleich, bis über den Lützowplatz hinaus in die verlängerte Kurfürstenstraße. Kurze Zeit danach bevölkerten sie die Gegend um den Rollendorfplatz herum und Leute, die in der Tauentzienstraße wohnten, begegneten einem verständnislosen Kopsschütteln. Dann wagten sie sich bereits auf den Kurfürstendamm und jetzt
        
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