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1. Berlin und seine Schulen. Das Schulhaus im Berliner Straßenbilde. Die Schule und das weltstädtische Leben.

Full text: Berliner Lehrer / Tews, Johannes

Im Straßenbild der Stadt Berlin fallen die Schul-hänser nicht so ins Auge, wie in kleineren und mittleren Städten. Sie stehen oft, dem Straszenlürm entrückt, aus dem Hinterlands der Grundstücke und sind zumeist schmucklose, praktische Vacksteinbauten, fast so poesielos wie der Schulunterricht selbst. Die neueste Aera der Schulbauten hat uns mit Hoffmannschen Schul-Palästen beglückt, zum Teil im Klosterstile, ohne genügende Luft und mit noch weniger Licht, dunklen Korridoren, Fenstern mit kleinen Scheiben, gerade groß und hell genug, um so viel Sonnenschein und frische Luft hineinzulassen, wie ein Mönchlein bei seinen Meditationen vielleicht brauchen mochte. 50, 60 junge Kinderaugen und Kinderlungen brauchen mehr. Das alles ist nicht der äußere Ausdruck für das, was wir von der auf freiem bürgerlichem Grunde erwachsenen Schule erwarten. Es gibt im öffentlichen Erziehungswesen viele Dissonanzen, im Schulwesen der Weltstadt wohl die stärksten.

Die Berliner Gemeindeschule ist die Schule des arbeitenden Volkes im Sinne jener Leute, die sich nie oder nur an hohen Fest- und Feiertagen und zwischen Fisch und Braten zum „Volke" rechnen. Eine vor mir liegende Karte, aus der die im letzten Jahre errichteten Schulhäuser vielleicht uoch fehlen, weist aus dem großen Gebiete zwischen der Anhaltet Bahn und der Potsdamer Straße nur 4 Gemeindeschulen aus, und eine
        
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