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Der Bankbeamte

Full text: Berliner Banken / Bernhard, Georg

Der Bankbeamte.

Ein stolzer Titel, um den der Angestellte der Banken von den Kommis im Warenhandel und in der Fabrikation vielfach beneidet wird. Und der Bankangestellte legt Wert aus diese Äußerlichkeit. Ganz gleichgültig, ob er im Dienste eines Millioneninstttuts tätig ist oder bei einem kleinen Bankier, der außer ihm vielleicht nur noch einen Lehrling und einen Kaffenboten beschäftigt. Aber der Titel hat auch seine bedenklichen Schattenseiten. Denn eigentlich setzt von dem Moment ab. wo eine größere Zahl von Bankangestellten sich mit Recht die Bezeichnung von Beamten beilegen konnte, jene ttefeingreifende wirtschaftliche Umwälzung ein, die die bisherige bevorzugte Stellung der Bankbeamten ganz wesentlich herabdrückte. Ich schilderte vorhin die Wirkungen, die die erheblichen Veränderungen in unserem Mrtschaftsorganismus aus den Geschäftsbetrieb von Banken und Bankiers ausübten. Es ist klar, daß, was den Geschäftsbetrieb der Prinzipale in völlig andere Bahnen drängte, auch an den Angestellten der Geschäfte ttlcht spurlos vorübergehen konnte.

Das Verhältnis des Bankiers zu seinen Kommis rüg bis in die achtziger Jahre hinein in gewisser Hin-'lcht ein stark patriarchalisches Gepräge. Patriarchalisch a Cl "icht in dem Sinne verstanden, wie man heute das
        
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