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Zeitungsbankiers

Full text: Berliner Banken / Bernhard, Georg

Zeitungbankiers.

Die Bankiers der guten alten Zeit waren ihrer Kundschaft nicht bloß Vermittler beim An- und Verkauf von Wertpapieren, sondern auch Berater in allen finanziellen Angelegenheiten. Und ein großer Teil des kapitalanlegenden Publikums vermißt, so kulant und zuvorkommend es auch immer bei den Banken bedient werden mag, doch das eine, daß sie, in der großen Kundenschar der AKtieninstitute mehr oder weniger zur Nummer geworden, die individuellen Ratschläge entbehren müssen. Dieser Vorzug des Privatbankiers fesselt denn auch immerhin noch eine ganze Reihe von Leuten an die kleinen Bankgeschäfte. Von altersher haben Bankiers versucht, diese Ratgebertätigkeit zur Reklame und zur Gewinnung von Kunden auszunutzen. Die feinen Bankhäuser pflegten in der Regel einmal wöchentlich einen Bericht zu versassen, der, um zahlreichen Ginzelkorrespon-^nzen vorzubeugen, die Meinung des Bankiers über die Börsentendenz im allgemeinen der Kundschaft mitteilte. Pfiffige Elemente griffen diesen guten Brauch, der auch heute noch besteht, auf, Ließen diese Berichte in einer großen Anzahl von Exemplaren dmcken und versandten sie wöchentlich außer an ihre Kundschaft an Hunderte, ja an Tausende von Adressen, die sie sich nach verschiedenen Hllfsbüchern zusammenstellten. Dieser Weg muß sich als
        
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