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Die Wechselstuben

Full text: Berliner Banken / Bernhard, Georg

Die Wechselstuben.

Die Wechselstube ober, wie sie meist ossiell genannt wird, die Depositenkasse ist allmählich zum sprechendsten Zeichen der Machtentsaltung der Berliner Großbanken geworden. In allen Straßen sieht man sie, und in protzigen Goldlettern, die auf die Glasscheiben geklebt sind, sucht eine Bank immer mehr als die andere dem Vorübergehenden durch die Riesensumme des Kapitals und der Reserven zu imponieren. Die Fülle der Wechselstuben ist aber gleichzeitig auch ein Dokument des scharfen Konkurrenzkampfes, der zwischen den verschiedenen Instituten entbrannt ist. Tür an Tür liegen oft die Depositenkassen, in ihrer äußeren Ausstattung zum Verwechseln ähnlich, und laden durch den Luxus der inneren Ausstattung und in den Abendstunden durch die blendende Lichtfülle das Publikum ein, sich ihrer zu bedienen. Die verkehrsreichen Straßen sind geradezu mit Depositenkassen überschwemmt. So befinden sich aus der Potsdamer Sttaße nicht weniger als 9 Kassen von 6 Banken. In der Berliner Sttaße zu Charlottenburg sind 6 Wechselstuben und in der verhältnismäßig kurzen känig-straße 5.

Früher diente die Wechselstube andern Zwecken, und als die Deutsche Bank als erste anfing, in den verschie-
        
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