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Der kleine Bankier

Full text: Berliner Banken / Bernhard, Georg

Der kleine Bankier.

Wenn schon die kleinen Banken unter der scharfen Konkurrenz der zu immer riesenhafteren Dimensionen sich entwickelnden Großbanken schwer zu leiden haben, so ist diese Konkurrenz gerade erdrückend geworden für die Privat-Bankgeschäste. Ich schilderte in einem der vorigen Kapitel bereits, wie die großen Banken bestrebt waren, sich nicht nur untereinander zu verschmelzen, sondern auch die Bankgeschäfte von einigem Ansehen in sich aufzunehmen. So sehen wir denn auch heute, daß nur noch ganz wenige Bankgeschäfte, die mit großem Kapital arbeiten, in individuellem Besitz sich befinden. Die Mehrzahl der Privatbankbetriebe gehört in die dritte oder vierte Kategorie, ihrer Kapitalkraft und ihrem geschäftlichen Ansehen nach gemessen. Die Gründe, die das Bankgeschäft immer mehr in die Aktieninstitute trieb, kann matt in zwei Gruppen teilen. Der am stärksten wirkende Faktor ist natürlich die dem kapitalistischem Wirtschaftssystem innewohnende Tendenz zum Großbetriebe. Wie überall drückt sich auch im Bankgewerbe diese Tendenz am stärksten in einer Vermehrung der Aktien-unternehmungen aus. Während ein mit durchschnittlichem Kapital ausgestattetes kaufmännisches oder gewerbliches Unternehmen auch im günstigsten Fall mindestens ein Menschenalter gebraucht, um ins kapitalistische Vorder-
        
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