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Full text: Berliner Gerichte / Hoeniger, Franz

Das goldene Wiener JCerz M wer.

„Das Buch Isf keine 9er bekannten Lobhudeleien 3er wiener, wie 9er Clfef leicht vermuten lässt, Ser Max Winter und seine beinahe brüske Art nicht kennt. Das Buch ist eine haarscharfe und deutliche Darstellung 9es eiends In Wien, eine wirksame Widerlegung Ser abgeroerhelfen, blöden volhssängerphrase von Ser 6emüflichheif 9es DJlenerfums. Max Winter beweist allerdings mit seinen eien9sschii9erungen, deren Schauplatz die Kanüle, 9os Werkhaus. das Asyl, die SanSstatten an 9er Donau sln9, 9ass 9er Wiener gemütlich Isf. aber nicht dort Ist 9le eemflflichheif ju suchen unS zu finden, wo man sie besingt, im Hause des Spless-bürgers I., II. un9 III. Steuerklasse, sondern unten, tief unten im Proletariate... wer wissen will, wie In Wien, In der Kaisersfadf Wien, sausende arbeltsfüdifige Proletarier vegetieren der lese Max.winters Buch.“	Der	öolksmille.

WißltCf Sport von Dr. Otto Ijerschmann.

Der Sport als sozialer Erschelnungsfakfor und Kultur-Dekumenf Isf ein gebiet. 9as Sie minderwertige Sportjournalistik nicht bebauen konnte, well sie von ihrem engherzigen Standpunkte aus, Ihn als melkende Kuh zu behan9eln, den Blick in die weite verlor, gerade hier setzt das allgemeine Interesse überragend ein, es hört der Yachmann auf, alleiniger Besitzer des Sportinteresses zu sein, hier beginnt ein Ceil des allgemeinen Lebens. So hat denn unser Autor grossen Wert 9arauf gelegt. Sie Bedeutung der einzelnen Klassen und Volksgruppen und ihre Beziehungen zum Sport darzustellen und zu kritisieren. Aus Sem Aufsehen erregenden Inhalte seien hervorgehoben die Kapitel: Aristokratie, Volk und Politik Im Sport-Schwere Athletik; Das Judentum und der Sport; Schwimmen und Rudern; Sechsen - Winter-Sport ; lussball; Automobilismus; Der Wiener Sport im Internationalen Kampfe.

3m Unterirdischen Wien« M wer.

wer auf den prächtigen Strassen Wiens mit seinen monumentalen Kunsfschöpfunaen im „ßummiraSler“ dahinsausf, ahnt nicht, Aass Sie Hufe seiner Pferde auf das Dach eines menschen schlagen, der unter dem Pflaster, in den Kanälen sein armseliges, menschenunwürdiges Lager unter Qualvollen Mühseligkeiten und ewiger Angst vor den Verfolgern aufgeschlagen hat. Wer die packende Schilderung dieses grossstfldtischen Clefenlebens liest wird öiefes in unserer heutigen Gesellschaftsordnung mit andern Augen betrachten, wir sehen den Unrat der menschlichen vesellschaff, den der Riesenleib der örossstadf aussfössf In die msöernen Katakomben steigen und lernen iorf ein Reich hennen, In dem fast alle 6lnrlÄfunnen 9«r „Oberwelt“ verzerrt wleSerkekren. Auch liefert Ser BanS wichtige Beiträge zur Kenntnis der heutigen grossstfldfischen Prostitution.

Wiener Del m satten.

Eine ausserordenfllch wertvolle Schilderung des durch Inzucht und Ausschweifung degenerierten wiener Adels, der ohne tiefere geistige Interessen entweder den Kulfübunaen der hathollsdien Kirche oder ledig lidi dem Sport und öen ausgelassenen vergnüßungen huldlat Einige Ctjpen des wiener ASels sind besonders lebensecht, objektiv, ohne Uebertreibunn op-sdiilderf. Die exklusive Stellung der österreichischen Aristokratie, die sich von dem hrnff-strofzenden reidisdeufschen Junkerstande so sehr unterscheidet, wird von Ihrem in weiten Kreisen bekannten, hochgeschätzten Kenner mit seinem rücksichtslosen, aber feinen und X-santen Stil geschildert, von besonders aktuellem Interesse dürfte das Kapitel: Skandal und “ se>"- Selix Saiten, einem grossen Publikum als amüsanter Plauderer,' Sitten- und Unslftenschilderer bekannt, hat auch hier wieder seine grosse schriftstellerische Begabuna dokumentiert.	“

Wiener Verbrecher«. m\ Baier.

Aufsehen erregende verbrechen haben den Blich der Oeffenfllchheif geraSe In letzter deif mehrmals nadi Wien gelenkt. Die grossen sich wiederholenden Defraudaflonen die Raubzüge der wiener Apachen, die schauerlichen bestialischen Morde (siehe das ehepaar Klein) liessen ein Verbrechertum erkennen, das sämtliche Merkmale des wlenertums an sich fräa oder doch zum mindesten dessen Kehrseiten zeigt. Der Verfasser dieses Bandes der ßrosssfadf-Dohumente hat es verstanden, in seinem umfangreichen Buche lalle charakteristischen Merh-male des wlMer verbrecherfgpus aufzudecken, wir glauben, uns In einer Schredienshammer In einem Jcriminfaiisfischen Museum zu befinden, wo wir Sie Hilfsmittel, Werkzeuge Kniffe* Schlupfwinkel und Rendezvous aller Verbrecherkategorien, angefangen vorn „harmlosen Saib-buben' bis zum lebensoilShrllchen Cofschläger und Mörder, kennen lernen.
        
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