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Zuhälters Werdegang Der Mediziner

Full text: Zuhältertum in Berlin / Ostwald, Hans

Zuhälters Werdegang.

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Auch manche kostbaren Instrumente, die er für seine wissenschaftlichen Zwecke brauchte, kaufte er in ihrer Begleitung, wobei sie ihm ihr Portemonnaie in die Hand drückte.----------

Vaters Zunge.

Sein Vater hatte früher „gezogen" (falsch gespielt) und hatte, nachdem er mal „Sonnenburg gezogen" (ins Zuchthaus gekommen war), ein Absteigequartier ausgemacht. Da mutzte Erich für die Mädchen einholen und Botengänge machen. Das brachte ihm viel Trinkgeld ein. Vater aber war ein gutes Familienhaupt. Der nahm dem Jungen das unnütze Geld fort, damit er nicht verderbe.

Später, als Erich sechzehn — siebzehn Iahre alt war, mutzte er einkassieren. Da fand er seinen Vorteil bei.

Aber — Vater kam dahinter.

Es gab ein rasch vollstreckten Urteil; es klatschte nur so.

Ein gerade anwesendes Mädchen bedauerte den heulenden Jungen, der trotzig aus dem Hause der Schande lies.

Als sie hinunter kam, stand Erich blatz und mit düsterem Gesicht neben der Haustür. Er wartete aus einen Beamten, um seinen Vater anzuzeigen.

Das Mädchen redete ihm gut zu. Er ging darauf ein.

Bloß: „Mit dem Ollen will ick nischt mehr zu dun haben!"

Dabei beharrte er.

Das Mädchen verstand ihn und nahm ihn mit . . .

Als ihn sein Vater am nächsten Tag in der Kaschemme
        
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