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Die anarchistische Presse

Full text: Aus den Tiefen der Berliner Arbeiterbewegung / Weidner, Albert

70 Großstadt-Dokumente Bd. 9. Berliner Arbeiterbewegung.

bann war es — die Post behielt alle einlaufenden Gelder eml — mit seinen finanziellen Kräften zu Ende. Ls erklärte, nunmehr Deutschland verlassen zu wollen.

„wir können uns" — hieß es in der Erklärung — „nicht von der Staatsgewalt die Art und weise vorschreiben lassen, in der wir für unsere Sache Propaganda machen können.

Soll denn der „Sozialist" einem weine gleichen, der im staatlich vorgeschriebenen Glase ruhig abstehen kann?

Nie und nimmer wollen wir der Lntgeistung des Anarchismus unsere Hand leihen.

Deshalb brechen wir unsere Hütten in Deutschland für

diesmal ab."

Lhe indessen die etwa vorhandene Ddee, das Blatt im Auslande weiter erscheinen zu lassen, verwirklicht war, erstand es in Berlin selbst aufs neue!

Das Gefängnis Hatte die energischeren Genossen, die es zur Zeit der Vernichtung des Organs festhielt, inzwischen wieder loslassen müssen. Im Sommer desselben Wahres, zu dessen Anfang der „Sozialist" unterdrückt wurde, war er wieder da.

Ls ist nicht die Aufgabe der in diesem Büchlein gegebenen Skizzen, auf die theoretische Entwicklung, auf den Wandel des geistigen Gehalts im deutschen Anarchismus einzugehen. 1)ier sei nur soviel gesagt, daß der „Sozialist", der über einen sehr guten mitarbeitest? verfügte und in dessen Spalten sich Autorennamen finden, die inzwischen in der sozialpolitischen wie in der schöngeistigen Citeratur Klang und Ansehen er-rangen,*) allmählich den Arbeitern, aus deren Leihen sich seine Leserschaft, fast ausschließlich rekrutierte, zu schwer ver-

*) Genannt seien hier nur neben Gustav Landauer und Wilhelm Sxohr: Paul und Bernhard Kampfmeter, Dr. Benedikt Friedländer, Dr. Bruno Wille, Dr. Ladislaus Gurnplowicz, Willy 5chlütcr, Dr. Lugen Heinr. Schmidt.
        
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