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Eine mißglückte Spitzelwerbung

Full text: Aus den Tiefen der Berliner Arbeiterbewegung / Weidner, Albert

Eine mißglückte Spitzelwerbung.

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ein „Bericht" über die letzteren verfaßt und abgesandt. Es würde zu weit führen, in seine Einzelheiten einzugehen. Jedenfalls erregte er auf dem Alexanderplatz kein Mißtrauen und der Kommissar erschien zu der von Machner festgesetzten Stunde in der Ausstellung.

Erwähnt muß noch werden, daß die Deutlichkeit der Verfolgung des ZTIachner durch die politische Polizei nichts zu wünschen übrig ließ. <£s wimmelte förmlich von Beobachtern, wo er seine Schritte auch hinwandte, und während seines Aufenthalts auf der Redaktion konnten wir vergnügt konstatieren, wie an den Fenstern eines gegenüberliegenden Kellerlokals ein paar der bekannten Gesichter sich so auffällig wie möglich zeigten. —

Der Schluß der Affäre verlief programmgemäß — unserem Programm gemäß.

Mit falschen Bärten und durch ungewöhnliche Kleidung unkenntlich gemacht, begaben wir uns — meine Freunde Landauer, Spohr und ich — zur Gewerbeausstellung, wo Machner bereits den Kommissar erwartete. dem Augenblick, da dieser erschien und dem vorgeblichen Polizeispitzel eine in seiner Begleitung befindliche Dame als seine Schwester vorstellte, waren auch wir bei der Gruppe angelangt.

„Herr Polizeikommissar Boesell — meine Genossen Herr

so . . . und so . . . und so!" sagte Machner höflich.-----------

Zu weiteren Erörterungen blieb keine Zeii'. Denn im Nu standen wir allein — und sahen den Kommissar, der uns in seiner amtlichen Eigenschaft längst so gut bekannt war wie wir ihm, nur noch eilends in einem Seitenweg entschwinden. — Die von dem Kommissar Boesel in Stettin erhaltene Summe von 1(0 Mark hatte Machuer auf der Redaktion des „Sozialist" deponiert. Von ihr wurden sie bald darauf tu öffentlicher Aufforderung der Polizei wieder zur Verfügung gestellt. Doch
        
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