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Die unsichtbaren Fäden der Polizei

Full text: Aus den Tiefen der Berliner Arbeiterbewegung / Weidner, Albert

Die unsichtbaren Fäden der Polizei.

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aber dann gut, Ihren Mann mitzubringen. Denn falls ich mich in zusagendem Sinne entschließe, werde ich alles weitere — unter Ausscheidung jeder Mittelsperson — nur mit demjenigen persönlich besprechen, der diese Anfrage bei mir veranlaßt hat."

3ch bestimmte einen der folgenden Tage für diesen Besuch, und sie verabschiedete sich.

Von diesem Besuch machte ich sofort zwei zuverlässigen Freunden Mitteilung; es waren Wilhelm Spohr und Wilhelm Bölsche. Ihnen entwickelte ich meinen Plan, unter dem Schein des Eingehens auf den polizeilichen Vorschlag die Person kennen zu lernen, die denselben an mich dirigierte, um entweder einen Blick hinter die Kulissen der p. p. zu werfen oder aber den Betreffenden wegen Beleidigung zur Rechenschaft zu ziehen.

Mein plan wurde von feiten der Genannten gebilligt. Auf Anraten des einen machte ich einige Wochen später noch dem Neichstagsabgeordneten ^edebour Mitteilung von meiner Absicht, der indessen davon abriet.

Das war überflüssig. Denn weder die geheimnisvolle Dame noch einer ihrer Hintermänner hat sich je wieder gezeigt.

Meine Haltung hatte wohl bei der polizeilichen Ehren-dame keinen „vertrauenswürdigen" Eindruck gemacht.

* *

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Wie merkwürdig eine andere Affäre endete, die in das Gebiet der Spitzelwerbung fällt und nicht eines humoristischen Beigeschmacks entbehrt, mag in folgendem Abschnitt erzählt werden.
        
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