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Attentatsmysterien

Full text: Aus den Tiefen der Berliner Arbeiterbewegung / Weidner, Albert

Attentatsmysterien.	45

Patentierung trägt. Behufs genauer Abmachungen wolle man

sich wenden an	....	^

N l ch. Henkinann, Berlin C.

Friedrichsgracht 62 II.

<£s ist wohl anzunehmen, daß viele von den schlagenden Wettern in den Bergwerken durch Entzündung an den offen brennenden Schwefelfäden entstehen.

So weit das Schriftstück.

Ich war gerade mit Wilhelm Spohr auf dem Redaktionsbureau, als dieser Brief einging. Nach der Lektüre des Schriftstückes war unser erster Eindruck von der Sache: Spitzelarbeit. wir warteten daher der Dinge, die nun kommen würden. —

Darauf erschien am 26. Januar ein ZTIann bei uns, der sich als der Briefschreiber Henkmann vorstellte. (Er behauptete, daß er auf ein von ihm in der „Berliner Zeitung" eingesetztes Inserat, worin er einen G e l d m a n n als Teilhaber eines Patentunternehmens suchte, eine Postkarte, unterzeichnet von Spohr, erhalten habe, worin dieser um nähere Auskunft über das Unternehmen ersucht haben sollte.

Spohr erklärte ihm zunächst, er sei augenscheinlich inysti -fixiert worden, und verlangte von dem betr. henfmanti — der keinen vertrauenerweckenden Eindruck machte — die Karte zu sehen. Henkmann versprach, sie sofort zu schicken, und versuchte alsdann beharrlich, Spohr zwecks längerer Unterhaltung zu einem Glas Bier mitzunehmen. Auf entschiedene Ablehnung von feiten Spohrs suchte er unvermittelt Spohr ein Mißtrauen auszureden, das ihm dieser gar nicht gezeigt hatte.

Tags darauf traf ein Brief Henkmanns ein, der eine Karte mit der Unterschrift Spohrs enthielt, die von uns sofort als gefälscht erkannt wurde.
        
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