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Gau 20

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

H't$hiblmthek

rofi-ßerlin

Gau 20

3n der vierten Morgenstunde. Lin grauweißer Fimmel zieht auf, und ein kalter Südost pfeift umher und schüttelt den Grunewald. Ein schnelles Auto trägt uns im Fünfzigkilometer-tempo durch den schweigsamen Wald. Der alte Mann am Gatter wischt sich den Schlaf aus den Augen und läßt uns kopfschüttelnd passieren.

Am Mannsee vorbei geht es pfeilgeschwind gen Potsdam. Es bleibt rechts liegen, und schnell ist die Lhaussee nach Saarmund erreicht. So früh am Morgen ist die Straße doch belebt. Lin paar Dutzend Radier bewegen sich dem gleichen Ziele wie wir zu, dem Start der Fernfahrt, die der Berliner Gau 20 des deutschen Radfahrerbundes jedes ^ahr in Szene setzt.

„Rund um Berlin" soll geradelt werden. Das ist leicht gesagt, aber die hübsche Aufgabe hat einen fjafen. Berlin soll als die stolze Königin der Mark in achtungsvoller Entfernung von dreißig und vierzig und noch mehr Kilometern liegen bleiben. Auf diese Weise wird diese Rundfahrt fast ein Zirkel. Ausgerechnet 2^0,9 Kilometer, und sechs märkische Kreise teilen sich in das Vergnügen.

Unser Wagen ist an den Start vor Saarmund heran» geknattert. <£s hat ihm nichts geschadet, daß er wenige Minuten vorher, um das Schicksal zu korrigieren, das heißt den Weg abzuschneiden, über Stock und Stein ein Stoppelfeld zerstampfen mußte. Auf freier Chaussee liegt der Startplatz. Lin dichter Knäuel staut sich hier. Fast alles gehört zum Bau, Radier und nur Radier, etwas bleich in der Morgenluft und
        
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