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Hinter den Motoren

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

Hinter den Motoren.

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mann, so einer der Lieblinge Berlins, der zähe, klobige Käfer, in den Tod gegangen. Beide fern von Friedenau, das Todes-stürze noch nicht gesehen hat.

* *

*

Am Tage des goldenen Rades in Friedenau.

Das Nennen ist, wie der Radjünger vom Manne des Turfs zu reden gelernt hat, klassisch. Ls kehrt alle IZahre im Sportpark wieder. Hat Riesenpreise mit vier Nullen auszuweisen und für den Sieger eine goldene Medaille, darin ein Rädchen hineinziseliert ist.

Hundert Kilometer ist die Reise lang. Das heißt, zwei hundertmal die Bahn umkreisen. 3m Geschwindmarsch, denn der Weltrekord, das Phantom des Rennfahrers, der hinter Motoren sein Brot verdient, soll geschlagen werden. <£r thront schon zu lange. Heute soll er von seinem wackeligen Sitz herunterpurzeln und die Welt baff machen.

Denn was an großen „Kanonen" der internationalen Steherwelt aufzutreten war und nicht gerade in Paris sich festgebunden hat, steht unter Grdre für das goldene Rad.

Um \2 Uhr mittags lassen sich schon ^000 standfeste Menschen hinter den Barrieren der Rennbahn von der Sommersonne wärmen.

Sie sind die Frühesten auf den Beinen.

Die Stehplätzler. Lauter junges Blut. Berlin N und O. Das läßt kein Nennen aus. Fährt selber Rad und hat alle Rekords im Kopf. 3ft selig, wenn die Pedaltreter vorüber* flitzen und schwingt ehrfürchtig den Hut, wenn der Sieger ihm zunickt.

Ein Uhr.

Die Ringbahn schüttet auf dem töilmersdorfer Steig immer neue Tausende aus, Hunderte anderer Kohorten schleppt die Straßenbahn und das Rad.

3m Eilschritt schrägüber zur Rennbahn, gedrängt durch
        
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