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Zwischen den Turskulissen

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

52	Großstadt-Dokumente	Bd. jo. Berliner Sport.

Die gelungensten Tricks sind so geschickt eingefädelt, daß sie nicht ruchbar werden. Steigt bei einer überraschenden Niederlage ein leiser Verdacht in die Seele der Stewards und zitieren sie Reiter und Trainer zu sich, so steht eine befriedigende Erklärung immer auf dem Präsentierteller. Der Hockey erzählt: „3ch hatte Ordre, auf Warten zu reiten und blieb hinten. Aber mein pferd hat keinen Speed und war im Linlauf geschlagen." Vder: „Meine Ordre war, vom Fleck weg die Spitze nehmen und loszugehen. Aber in der Geraden war ich totgeschlagen." Und der Trainer plappert desgleichen.

Der Lall dreht sich um, wenn der Sieg eines Pferdes gar zu kraß gegen seine früheren Niederlagen absticht. Der Reitersmann entschuldigt sich dann: „3a, diesmal hatte ich andere Grdre. . .

An den Fingern einer Hand sind unsere Hockeys von Klaffe herzuzählen, darüber weg ist Schund, und wird es so lange bleiben, bis die deutschen Rennbahnen wieder auf goldenem Boden stehen und wagen dürfen, einem vom Geschlecht der Zwerge, die in England und Frankreich Hausen, doppeltes Attnistergehalt zu bieten.

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Der Galoppsport sättigt den Berliner nicht. (Er muß noch traben sehen. Schauen, wie eine Schar gedrungener Traber, in aller Zerren Cärtder gezüchtet, eingespannt in zweirädrige Sulkys und fester Hand vom „Fahrer" gesteuert, einmal und zweimal über die Bahn trabt.

Berlin ist die Zentrale des deutschen Trabersports. Aber es hapert an jeder Ecke. Die Gönner mit dem klingenden Namen und dem vollen Geldbeutel fehlen, ZHäurter mit einem warmen Herzen für die Kunst des Trabers.

wie weiße Raben nehmen sich an der Spitze der Augusten» burger Herzog Ernst Günther und ein anderer leibhaftiger Prinz und General, der zu Salm-Horstmar, aus. Sie decken
        
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