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Zwischen den Turskulissen

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

Zwischen den Turfkulissen.	49

mit wem er gewinnen will. Die nichterklärten Stallxferde brauchen in diesem Lalle auf Steg nicht ausgeritten zu werden, selbst wenn sie besser sind als der Erklärte.

Der Erklärte, sagen sich die Wetter, hat also größere Aussichten als seine Genossen. Für die Siegwette am Totalisator ist es gleichgültig, ob ein Pferd erklärt ist. Denn sämtliche Pferde eines Stalles, ob ihrer eins oder vier, gehen auf Sieg unter einer einzigen Nummer und der Gewinner hat sich keinem Kopfschmerz hinzugeben, ob A., B. oder £. gewinnt, wenn er nur gewinnt. Er hat ja eine Stallwette gemacht. Anders die Platzwette und die Buchwette. Auf Platz ist jedes Pferd gesondert zu wetten, und bei den Buchmachern geht die Wette nur einzeln mit dem preise.

Siegt der Erklärte — all right. £ä§t er sich von einem seiner Stallkumxane schlagen, und geht dieser als Erster durchs Ziel, so kann sich der Besitzer in der Fähigkeit seiner Pferde getäuscht haben oder — ein wettmanöver ist int Spiel. Er kauft sich schon Tage vor dem Nennen verschwiegen den „anderen" ein, der zu längeren (Ddds zu haben war als das Pferd, das nach ZTieirtung der Nennwelt und Meldung der Sxortpreffe als „Erklärter" an den Start gehen soll und wirklich auch ging, aber verlor.

Ein zweiter Trick ist der, die Sportgemeinde wochenlang vor einem großen Rennen in den Glauben zu wiegen, der Mengst 3£. würde erklärt werden. 3£. wird dann mit Säcken Goldes bei den Buchmachern gewettet, aber am Nenntag kommt der Donnerschlag: der Stallgenosse von 3E. — Hengst X}. — ist erklärt worden und 3E. geht nur als pacemacher. Der Erklärte siegt, und alle vorwetten auf 3£. sind in den blauen Dunst geworfen. Aber der Stall hat ganz im stillen längst von Strohmännern X). wetten lassen und reibt sich die Hände.

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