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Das Wetteinmaleins

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

36	Großstadt-Dokumente	Bd.	\o.	Berliner	Sport.

starten soll, aus dem Markt zu nehmen ist. Ganz nach Maßgabe von Form und Chance des Pferdes werden die Gdds länger oder kürzer und nach der täglich in der Sportpreffe erscheinenden Kurstabelle von den Liebhabern genommen.

Treffpunkt ist meist das englische Büffet und der Kaiferhof.

Bis Stunden vor dem Rennbeginn ist eine Vorwette noch abzuschließen. Später find nur noch für England Start«, für Deutschland Cotopreife zu nehmen.

(Eine Vorwette bietet die Möglichkeit, längere Gdds zu erhalten, als am Renntage selbst. Schon mancher Galoppieret hat ein klassisches Rennen gewonnen, der am Renntage nur pari stand und H Wochen vorher im Weltmarkt mit 25 : 1( gut und gern erhältlich war.

Die vorwette schließt aber das Wagnis in sich, daß ein Pferd zugnterletzt, weil es angeknaxt ist, am Rennen nicht teilnimmt. Die ganze wette ist dann verloren, und der Einsatz verfällt dem Buchmacher. 3ft dagegen eine wette erst am Renntage abgeschlossen und startet der Gewettete nicht, so werden die Stakes zurückgegeben. Die wette ist dann „offen".

Varianten gehen noch weiter. Da ist das Double- und Triplevent. (Eine Vorwette, daß pferd Soundso zwei oder drei bestimmte Rennen gewinnen soll.

Der engere Anhang eines Rennstalles pflegt in dieser Form zu wetten und das, was er Geheimnisvolles weiß, zu verwerten. So haben	die Freunde des österreichischen

Hengstes Ton amore Taufende gewonnen über die Double-vent-wette: Ton amore — österreichisches Derby und deutsches Derby. Der Hengst hat in der Tat die beiden großen Zuchtrennen nach Hause getragen. Die wette fliegt zum Teufel — der Einsatz fällt an den Buchmacher, wenn das pferd nur int ersten Rennen siegt, das zweite oder dritte aber verliert.

Andere wettformen haben nur Nebhaberwert und find der großen Sportgemeinde nicht geläufig. . . .

Nach dem Buchstaben des Gesetzes sollen die wettbureau-
        
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