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Das Wetteinmaleins

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

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Die Wette ist naturgemäß sofort verloren, falls das erste 
Pferd nicht siegt, denn dann ist kein Einsatz für B., €., und 
D. vorhanden. Aber siegt wirklich das erste und auch das zweite 
und versagt das dritte, so ist die ganze schöne Wette verloren. 
Man ist dann heruntergefallen, eine Wirkung, die unter hundert 
Fällen neunundneunzigmal mit Sicherheit eintritt. 
Kleiner ist das Wagnis, wenn nicht der ganze Gewinn 
weitergeschoben wird. 
Die wette fällt auch hier in nichts zusammen, falls das 
zuerst gesetzte pferd verliert. 
Geht eine Schiebewette wirklich einmal durch, so kann der 
heraussprengende Gewinn eine Summe erreichen, die den Buch¬ 
macher dem Bankerott ausliefert. Er hat ja nur „in sich" 
gespielt. 
Um dem vorzubeugen und die Bäume nicht in den Fimmel 
wachsen zu lassen, ist ein „Limit" festgesetzt. <£s wird zumeist 
nicht mehr als der fünfzigfache Betrag des Einsatzes für ge¬ 
wonnene Schiebewetten gezahlt. 
Das Limit spielt in gleichem Maße bei den übrigen wett« 
arten eine Rolle, so ruhmrederig auch verkündet wird, daß die 
Gewinne „voll" ausgezahlt werden. 
Berliner Startmetten sind limitiert mit : \ für Sieg und 
^ : \ platz. Unter Umständen ein schlechtes Geschäft, wenn der 
Totalisator für einen Außenseiter 500 : 1(0 ausbezahlt und der 
Buchmacher nur \60 : J0. Das gleiche Limit, mitunter gar nur 
^2 : t gilt für wetten nach Frankreich und England. Für 
englische Vorwetten gilt das Limit von 25 : V für deutsche 
Vorwetten gibt es kaum eine Grenze. Die Donvctte ist eine 
wettfpezialität, der sich nur gewohnheitsmäßige Wetter hin¬ 
geben. Schon viele Wochen vor einem Sensationsrennen — 
nur hierbei tritt die vorwette in Erscheinung — wird ein 
„Buch" aufgelegt. Line von Buchmachern geführte, fast tag¬ 
täglich sich verändernde Kurslifte, in der zu lesen steht, zu 
welchen (Ddds dies und jenes pferd, das im Sensationsrennen
        
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